Barrierefreies Bauen
Zukunftsmarkt für das Handwerk

Die heute 60-Jährigen sind eine kritische Senioren- und Konsumentengeneration. Weil diese Generation flexibel ist und über relativ viel freie Zeit verfügen kann, gehören die Älteren zu den am besten informierten und engagiertesten Konsumenten. Die Phase des Übergangs ins Rentenalter ist der beste Zeitpunkt um seinen Lebensmittelpunkt „Wohnung" für die dritte Lebensphase komfortabel und zukunftssicher zu gestalten. Derzeit leben über 90 Prozent der älteren Menschen in ihren Wohnungen. Diese müssen sehr häufig mit wachsendem Alter den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. Die Generation 50plus ist relativ gelassen in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, stellt erhöhte Ansprüche an Komfort und ist somit eine interessante Zielgruppe für Leistungen des Handwerks.
Günstige Darlehen der KfW nutzen
Mit dem Programm „Wohnraum Modernisieren / Altersgerecht Umbauen" der KfW stehen zinsgünstige Finanzierungsmittel (Kredit - Programm 155) für Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand zur Verfügung, mit denen die erhöhten Komfortansprüche dieser Generation finanziert werden können. Eigentümer, aber auch Mieter mit Zustimmung des Vermieters, Wohnungsbauunternehmen und Kommunen können für Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten - die von Fachunternehmen durchgeführt werden müssen - Gelder über ihre Hausbank beantragen. Die Spannbreite der förderfähigen Maßnahmen ist sehr groß. Beispielsweise genannt ist die Anpassung des Wohnungszuschnittes, der Sanitärinstallationen, der An- und Ausbau von Balkonen oder Loggien, das Nachrüsten von Aufzügen, aber auch Behebung baulicher Mängel durch Reparatur und Erneuerung an Fenstern und Fußböden. Maximal 50.000 Euro/pro Wohneinheit werden finanziert.
Handwerker für barrierefreies Bauen
Viele Handwerker haben sich schon zu Fachleuten für barrierefreies Bauen, Planen und Wohnanpassung zusätzlich qualifiziert. Lehrgänge hierzu richten sich vorwiegend an Handwerker baunaher Gewerke. Themen sind unter anderem Besonderheiten und individuelle Wünsche der Zielgruppe, körperliche Einschränkungen, Behinderungen und Krankheiten sowie deren Konsequenzen für das Wohnungsumfeld, Hilfsmittel der Wohnungsanpassung, Ausstattungskriterien barrierefreien Wohnens unter der Berücksichtigung von Behinderungen sowie der pflegenden Personen und Fördermöglichkeiten.
Für diejenigen Handwerker, die sich jetzt für diesen Markt, der eine enorme Kaufkraft und das höchste Wachstumspotential besitzt, qualifizieren wollen, werden Lehrgänge bei der Handwerkskammer Rhein-Main, dem Fachverband Tischler und der Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus (Alle Gewerke, zur Zeit Elektro, Sanitär und Heizung, Schreiner, Bau und Fliesen) angeboten. Der Fachverband und die Kreishandwerkerschaft zertifiziert die Betriebe als Hessische Fachbetriebe in Kooperation mit der Hessischen Fachstelle für Wohnberatung.
Folgende Handwerker-Listen können Interessenten herunterladen:
- Zertifizierte Betriebe des hessischen Handwerks und der Hessischen Fachberatungsstelle für Wohnberatung für barrierefreies Bauen und Wohnen im Rheingau-Taunus-Kreis
- Qualifizierte Fachbetriebe im Tischlerhandwerk
Auch die Handwerkersuche der Handwerkskammer Wiesbaden hilft bei der Suche nach geeigneten Betrieben.
Beratung und Hilfe im Internet
www.nullbarriere.de Planungsgrundlagen, Skizzen, gesetzlichen Regelungen, Normen
www.sozialnetz.de/wohnen Informationsangebot der Hessischen Fachstelle für Wohnberatung
www.barrierefrei-fuer-alle.de Informationsangebot des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit
Weiterbildungsangebote zum Thema unter www.barrierefreiesbauenundwohnen.de.
online seit 19. Okt 2009, aktualisiert am 29. Dez 2011
Ansprechpartner

Franz-Josef Herter
Abteilungsleiter Recht und Sozialrecht
Tel. 0611 136-168
Fax 0611 136-8168
franz-josef.herter@hwk-wiesbaden.deE-Mail
franz-josef.herter@hwk-wiesbaden.de

Dipl.-Ing. (FH) Peter Domaschka
Technischer Berater
Tel. 0611 136-163
Fax 0611 136-8163
peter.domaschka@hwk-wiesbaden.deE-Mail
peter.domaschka@hwk-wiesbaden.de

Dipl.-Ing. (FH) Günter Dunschen
Abteilungsleiter Technologie- und Umweltberatung
Tel. 0611 136-159
Fax 0611 136-8159
guenter.dunschen@hwk-wiesbaden.deE-Mail
guenter.dunschen@hwk-wiesbaden.de
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