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03.02.2021: Konjunktur im heimischen Handwerk zum Jahresende wieder abgebremst

Nach der Erholung im Herbst hat sich die Geschäftslage der heimischen Handwerksbetriebe in Ober-, West- und Mittelhessen wieder verschlechtert. Zum Ende des vierten Quartals bewerteten 39 Prozent der Handwerksbetriebe ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" (Vorjahr: 49 Prozent), 32 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) beschreiben sie als "befriedigend" und die übrigen 29 Prozent als "schlecht" (Vorjahr: 12 Prozent). Im Vergleich zwischen den Lagebeurteilungen von 2019 und 2020 ergibt sich somit im Schnitt ein Minus von 18 Prozent. "Der zweite Lockdown im Dezember bremste die Erholung, die sich im Herbst eingestellt hat", so Kammerpräsident Stefan Füll. Doch nicht alle Gewerke seien dadurch gleichermaßen belastet. "Vor allem die personenbezogenen Dienstleister sowie die Kfz-Handwerke sind stark von Schließungen sowie ausbleibender Nachfrage betroffen", betonte Füll.

Der Auslastungsgrad der betrieblichen Kapazität bleibe im vierten Quartal mit 77 Prozent auf einem überraschend hohen Niveau, so der Kammerpräsident, und lasse gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur um 4 Prozentpunkte nach. Dieser leichte Rückgang sei der noch immer sehr guten Auslastung der Baubranche zu verdanken.

 

Ein Jahresvergleich: Beschäftigung, Auftragseingänge und Umsatzentwicklung

 Im Durchschnitt des Jahres 2020 lag der Saldo aus Betrieben mit steigender (10 Prozent) und fallender (16 Prozent) Beschäftigtenzahl bei minus 6 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 1 Prozentpunkt). So konnten durch Kurzarbeit und andere staatliche Programme umfangreiche Jobverluste bisher vermieden werden. Des Weiteren dämpfe die Corona-Krise die Hoffnung auf Erfolg bei den umfangreichen Bemühungen der heimischen Handwerksbetriebe, mehr Fachkräfte zu halten und auszubilden. "Es wird eine große Herausforderung sein, hier verloren gegangenen Boden wieder gut zu machen", hob Stefan Füll hervor.

Die Auftragslage rutschte im Jahr 2020 merklich unter das Niveau von 2019. Durchschnittlich 42 Prozent der heimischen Handwerksbetriebe verzeichneten nachlassende Ordereingänge (Vorjahr: 21 Prozent) und nur 17 Prozent blicken auf gestiegene Auftragseingänge zurück (Vorjahr: 20 Prozent).

So folgte auch die Umsatzlage der Entwicklung der Auftragseingänge in 2020. Während im vergangenen Jahr 18 Prozent wachsende Umsätze meldeten, berichteten 40 Prozent von sinkenden Umsätzen.

 

Erwartungen für das Jahr 2021

 "Die heimischen Betriebe im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden blicken besorgt auf den Jahresbeginn 2021. Und zwar in allen Branchen, Regionen und Betriebsgrößen", so Füll. Nur jeder zehnte Betrieb erwarte für das erste Quartal 2021 eine verbesserte Geschäftslage (Vorquartal: 12 Prozent) und 34 Prozent sogar eine verschlechterte (Vorquartal: 18 Prozent).

Dipl.-Volksw. Marion Heck

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