Arbeitsmarktpolitische Gesprächsrunde Mittelhessen_Titelbild
Handwerkskammer Wiesbaden

19.06.2019: Fachkräftesicherung als zentrales Ziel

Arbeitsmarktpolitische Gesprächsrunde des Handwerks in Mittelhessen

"Dem Handwerk geht es gut – aber es könnte noch besser sein. Der Fachkräftemangel im Handwerk ist sehr deutlich zu sehen. Auch wenn noch kein flächendeckender Fachkräftemangel festzustellen ist, so treten Engpässe in Bezug auf bestimmte Qualifikationen, Regionen und Branchen auf. Daher ist und bleibt die Gewinnung von Nachwuchs und damit die Sicherung des Fachkräftebedarfs von Morgen ein zentrales Thema des Handwerks und seiner Betriebe", erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, Bernhard Mundschenk, bei der siebten arbeitsmarktpolitischen Gesprächsrunde des Handwerks in Mittelhessen. Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Lahn-Dill "Arnold-Spruck-Haus" in Wetzlar, trafen sich Vertreter der Handwerkskammer Wiesbaden, der regionalen Kreishandwerkerschaften, der Agenturen für Arbeit sowie der regionalen Jobcenter, um über die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen an das Handwerk sowie die Bedeutung der Integration von Geflüchteten aus gesellschaftspolitischer und arbeitsmarktorientierter Sicht zu diskutieren. 

Mittelhessischer Arbeitsmarkt hat sich positiv entwickelt 

"Die Handwerksbetriebe bleiben der Ausbildungsmotor der mittelhessischen Wirtschaft", betonten die Handwerksvertreter. Dem stimmte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gießen, Eckart Schäfer, zu und betonten, dass die allgemeine Situation am Arbeitsmarkt auf einem guten Stand sei, jedoch könne die Zahl der Arbeitslosen in den nächsten Monaten steigen, da erste Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung spürbar wären. 

Das Handwerk als Integrationsmotor 

Deutlich zugenommen habe der Anteil an ausländischen Lehrlingen. Ursächlich hierfür sei vor allem die große Bereitschaft vieler Handwerksbetriebe, mit jungen Flüchtlingen einen Lehrvertrag abzuschließen. "Das Handwerk im Kammerbezirk trägt damit in zunehmendem Maße zur erfolgreichen Integration von Geflüchteten bei", so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Dr. Martin Pott. In einer abschließenden Diskussion mit allen Gesprächsteilnehmern wurden  Vorgehensweisen für eine weiterhin wirksame arbeitsmarktpolitische Zusammenarbeit beschlossen.