HWK Wiesbaden_Kammerbezirk_Titelbild
Handwerkskammer Wiesbaden

19.07.2018: Zahl der Handwerksbetriebe leicht rückläufig

Stadt Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis mit deutlicherem Minus

Exakt 25.823 Handwerksbetriebe sind zum 30. Juni 2018 in der Handwerksrolle der Handwerkskammer Wiesbaden eingetragen. Das sind 72 Betriebe (-0,3 Prozent) weniger als zum Jahreswechsel. Besonders deutlich ist der Rückgang bei den zulassungspflichtigen Handwerken, zu deren Ausübung grundsätzlich der Meisterbrief notwendig ist, mit einem Minus von 117 Betrieben (– 0,8 Prozent). "Der sich beschleunigende Trend der Abnahme der zulassungspflichtigen Handwerke ist nicht zuletzt eine Folge des Umstandes, dass immer weniger Betriebe einen Nachfolger finden. Da in den nächsten zehn Jahren etwa jeder vierte Handwerksbetrieb zur Übergabe ansteht, wird eine gelungene Betriebsübergabe auf die nächste Generation zu einer zunehmend wichtigen Zukunftsaufgabe", erklärt Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. 

Handwerk wird internationaler 

Bei jedem zehnten Handwerksbetrieb stammt der Betriebsinhaber inzwischen aus den EU-Beitrittsländern. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Handwerksgruppen extreme Unterschiede. Während der Anteil der Betriebsinhaber aus diesen Ländern bei den zulassungspflichtigen Handwerken nur 0,6 Prozent beträgt, liegt er bei den zulassungsfreien Handwerken bei fast 30 Prozent; eindeutiger Spitzenreiter ist dabei das Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk mit einem Anteil von annähernd 50 Prozent. "Vor dem Hintergrund dieser Zahlen ist festzuhalten, dass das heimische Handwerk immer internationaler wird", resümiert Mundschenk. 

Deutlichere Rückgänge in der Stadt Wiesbaden und im Rheingau-Taunus-Kreis

Sowohl in der Landeshauptstadt Wiesbaden als auch im benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis gab es bei der Entwicklung der Betriebszahlen im 1. Halbjahr ein über doppelt so hohes Minus von jeweils 0,7 Prozent als im gesamten Kammerbezirk (-0,3 Prozent). Ursächlich hierfür ist in erster Linie, dass sowohl in Wiesbaden (- 24 Betriebe) als auch im Kreis (-15 Betriebe) es gegen den allgemeinen Trend im Kammerbezirk höhere Rückgänge bei den zulassungsfreien Handwerken gab.