PM_48_Regionalpolitische Gesprächsrunde
Handwerkskammer Wiesbaden

25.11.2016: Politik und Handwerk tauschen sich aus

Regionalpolitische Gesprächsrunde geht für Mittelhessen in die zehnte Runde

Konjunktur und Ausbildung waren nur zwei der Themen, die bei der mittlerweile zehnten Regionalen Gesprächsrunde des Handwerks in Mittelhessen diskutiert wurden. Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, konnte zusammen mit Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk erneut hochrangige Vertreter der Kommunen und Landkreise sowie die Kreishandwerksmeister aus Mittelhessen im „Arnold-Spruck-Haus“ in Wetzlar begrüßen. Die Gesprächsrunde im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Lahn-Dill wurde 2007 von der Handwerkskammer initiiert. Seitdem treten Handwerk und Politik in den direkten Dialog und tauschen sich über aktuelle handwerkspolitische Themen der Region aus.

Mittelhessen ist eine starke Handwerksregion

Der mittelhessische Wirtschaftsraum umfasst nach Betriebszahlen zwei Fünftel des Bezirks der Handwerkskammer. Rund 9.800 der mehr als 25.000 Mitgliedsbetriebe der Kammer sind in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Vogelsberg angesiedelt. Sie beschäftigen fast 54.000 Menschen und setzen jährlich rund 4,8 Milliarden Euro um.

„Die Stimmung ist im Handwerk in Mittelhessen ist seit Jahren sehr gut. Die Aussichten bleiben stabil, die Betriebe bleiben mehrheitlich in Hochform“, berichtete Kammerpräsident Klaus Repp. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer hatten mehr als 91 Prozent der befragten Handwerksbetriebe in Mittelhessen ihre Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“ bezeichnet. Mit diesem Schwung wolle das Handwerk in das neue Jahr starten. „Das Handwerk ist und bleibt eine stabile Säule der regionalen Wirtschaft“, so Repp, wobei er sich einig war mit allen Vertretern der Politik und des Handwerks in der Mittelhessenrunde.

Rund 1.450 neue Lehrverträge zum Beginn des Ausbildungsjahrs

Mit Blick auf die aktuellen Ausbildungszahlen für Mittelhessen zeigte sich Kammerpräsident Repp erfreut, dass die Handwerkskammer Wiesbaden zum diesjährigen Ausbildungsbeginn 1.449 neue Lehrverträge eintragen konnte. Trotz allen Gegenwindes, insbesondere des allgemeinen Trends, ein Hochschulstudium aufzunehmen, blieben die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr  (- 33 Verträge) stabil. Es hätten mehr Plätze besetzt werden können. Zusammen mit den Kreishandwerksmeistern wies Präsident Repp darauf hin, dass es im Handwerk keinen Lehrstellen-, sondern einen Bewerbermangel gäbe. Deshalb sei berufliche Orientierung an den Schulen nach wie vor enorm wichtig.

Flüchtlinge, Verkehr, Schwarzarbeit: Bei allen Themen ziehen Handwerk und Politik in Mittelhessen an einem Strang

Der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich gab einen Überblick über die Aktivitäten des Regierungspräsidiums und würdigte die enge Kooperation zwischen Handwerk und Politik. Beispielhaft dafür sei die Arbeit der Regionalmanagement Mittelhessen-GmbH, in der die Handwerkskammer Wiesbaden größter Gesellschafter und wichtiger Akteur sei. Im Hinblick auf die Ausbildung von Flüchtlingen lobte der Regierungspräsident das Engagement der Handwerksbetriebe, jungen Menschen, die nach Mittelhessen gekommen sind, Chancen der Integration zu bieten. In den Bildungszentren der Handwerkskammer lief bereits die dritte Runde von Berufsorientierungsmaßnahmen im Rahmen des Landesprojekts von „Wirtschaft integriert“ mit insgesamt rund 120 Flüchtlingen an.

Die Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister berieten zusammen mit den Kreishandwerksmeistern weitere Themen, darunter das gemeinsame Interesse, Schwarzarbeit zu bekämpfen, die Herausforderung, langfristig eine gute Verkehrsinfrastruktur für die Region aufzubauen (Ausbau A 49, B 49), und die Planungen, den Ausbau erneuerbarer Energien  voranzubringen. Zum Schluss der Runde waren sich alle einig, Kammerpräsident Klaus Repp fasste zusammen: „In Mittelhessen ziehen Handwerk und Politik an einem Strang.“

An der Regionalpolitischen Gesprächsrunde haben teilgenommen:
Für die Politik: Dr. Christoph Ullrich, Regierungspräsident Gießen, Stephan Aurand, Kreisbeigeordneter Lahn-Dill-Kreis, Lothar Bott, Bürgermeister Gemünden und Vorsitzender der Bürgermeisterversammlung Vogelsbergkreis, Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin Stadt Gießen, Hans-Jürgen Herbst, Kreisbeigeordneter Vogelsbergskreis, Frank Inderthal, Bürgermeister Solms und Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung Lahn-Dill-Kreis, Werner Schlenz, Bürgermeister Brechen und Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung Limburg-Weilburg, und Manfred Wagner, Oberbürgermeister Stadt Wetzlar.

Für das Handwerk: Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Freitag, stv. Kreishandwerksmeister Gießen, Edwin Giese, Kreishandwerksmeister Vogelsbergkreis, Ralf Jeschke, Kreishandwerksmeister Lahn-Dill-Kreis, Wolfram Uhe, Kreishandwerksmeister Limburg-Weilburg, Bernhard Mundschenk, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, Dr. Martin Pott, stv. Hauptgeschäftsführer und Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden, und Manfred Weber, stv. Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden.