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30.04.2018: Regionales Handwerk anhaltend erfolgreich

Konjunkturumfrage deutet auf weiteres gutes Jahr hin

"Die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Wiesbaden haben alle Hände voll zu tun, und das zeigt sich in einer sehr guten Stimmung der befragten Unternehmer", kommentiert Kammerpräsident Klaus Repp erfreut die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage nach dem ersten Quartal 2018, die das erfolgreiche Vergleichsquartal des Vorjahres noch übertreffen. Abgesehen von saisonbedingten Rückgängen bei Auftragseingängen und Umsätzen profitieren alle Handwerksbranchen von der anhaltend guten Binnenkonjunktur, allen voran die Bau- und Ausbauhandwerke. Für die nächsten drei Monate gehen rund 94 Prozent aller Betriebe davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Situation sogar noch weiter verbessern oder mindestens gleich bleiben wird.

Außergewöhnlich gute Geschäftslageentwicklung

Der Geschäftsklimaindex, das Mittel aus gegenwärtiger und erwarteter Geschäftslage, erreichte Ende März 131,8 Punkte. Die Geschäftslageentwicklung ist damit weiterhin aufwärts gerichtet, was der deutlich über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten liegende Wert belegt. 88,2 Prozent der Betriebe berichten von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage und übertreffen damit den bereits überaus positiven Wert (87,7 Prozent) des Vergleichsquartals im Vorjahr. 

"Das Wetter hat sich glücklicherweise nur im März als hinderlich erwiesen und lediglich zu einer kurzen Verlangsamung der Arbeiten in den Bauhauptgewerken geführt", erklärt Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Lediglich das Kraftfahrzeughandwerk vermeldet mit einer Zufriedenheitsquote von 77,8 Prozent (-9,2 Prozentpunkte) einen unterdurchschnittlich erfolgreichen Jahresstart. "Wir gehen davon aus, dass sich die anhaltende Diesel-Debatte ernüchternd auf die Betriebe auswirkt und somit einem besseren Ergebnis im Weg steht", so Mundschenk.

Viele Betriebe arbeiten an der Kapazitätsgrenze

Wie anhaltend robust und erfolgreich die wirtschaftliche Situation des heimischen Handwerks ist, spiegelt auch die weiterhin hohe Kapazitätsauslastung von 79,9 Prozent der betrieblichen Ressourcen wider. Im Bauhandwerk teilen 21 Prozent der Betriebe mit, voll ausgelastet zu sein, 17 Prozent haben sogar eine Auslastung von über 100 Prozent. Auch im Ausbauhandwerk meldet fast die Hälfte der Betriebe eine volle Auslastung, was die lange Wartezeit der Kundschaft auf freie Termine oder die Ablehnung von unattraktiven Aufträgen erklärt. Die vorhandenen Bestellungen lasten die Betriebe im Durchschnitt für acht Wochen im Voraus aus.

Saisonbedingter Rückgang bei Beschäftigten und Umsätzen
 

Die derzeit negative Beschäftigtenbilanz – 8,5 Prozent der Betriebe haben neue Beschäftigte eingestellt, 15,8 Prozent Personal reduziert – ist vorwiegend auf saisonbedingte Freistellungen in den Bauhaupt- und Ausbaugewerben zurückzuführen und wird sich erwartungsgemäß im laufenden Quartal wieder umkehren: 12,1 Prozent der Betriebe planen hier wieder Einstellungen vorzunehmen und lediglich 6 Prozent denken über Entlassungen nach.

Die Umsatzentwicklung folgte im ersten Quartal den Auftragseingängen. Während die Nachfrage in den Wintermonaten leicht an Dynamik eingebüßt hat, fielen auch die Umsätze – vor allem in den Lebensmittelhandwerken – entsprechend niedriger aus. Nichtsdestotrotz rechnen die Umfrageteilnehmer bereits in diesem Quartal mit einer Besserung.

Weiteres gutes Jahr erwartet

In der Gesamtschau gehen 94,3 Prozent der Betriebe davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Situation im zweiten Quartal verbessern oder mindestens gleich bleiben wird. Die Bau- und Ausbauhandwerke sowie die Handwerke für den gewerblichen Bedarf sind äußerst optimistisch und teilen zu über 90 Prozent mit, in den kommenden drei Monaten mehr Geschäfte zu tätigen. Auch die Lebensmittelhandwerke rechnen in diesem Zeitraum mit einer Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation. "Aufgrund dieser Indikatoren ist ein weiteres gutes Jahr für das Handwerk im Wiesbadener Kammerbezirk zu erwarten", schlussfolgert Kammerpräsident Klaus Repp.