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Handwerkskammer Wiesbaden

40 Jahre Berufsbildungszentrum in Wetzlar

Erfolgreiche Bildungsarbeit am Standort Wetzlar

Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Lahn-Dill "Arnold-Spruck-Haus" der Handwerkskammer Wiesbaden feierte am 4. September sein 40-jähriges Bestehen. Kammerpräsident Klaus Repp und Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk machten an diesem Jubiläumstag in Wetzlar deutlich, dass sich das BTZ für den Bildungsstandort Mittelhessen eine enorm wichtige Bedeutung erarbeitet habe. "40 Jahre BTZ in Wetzlar, das bedeutet jährlich etwa 5.000 Teilnehmer in mehr als 400 Lehrgängen und zusammen 400.000 Teilnehmerstunden. Seit 1978 haben somit rund 200.000 Teilnehmer Lehrgänge im BTZ Wetzlar besucht", so Kammerpräsident Repp. Das Motto "Beruf – Bildung – Erfolg" gelte nicht nur für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, sondern auch für die breit gefächerten Weiterbildungsangebote sowie für Sondermaßnahmen der beruflichen Bildung sowie Prüfungen. 

Konjunktur: Aufschwung hat sich verfestigt 

Mit Blick auf die aktuelle Konjunktursituation berichtete Repp, dass über 90 Prozent der Betriebsinhaber über eine gute bis befriedigende Geschäftslage berichteten. "Der Aufschwung hat sich verfestigt und die Binnenkonjunktur ist anhaltend robust. Die Geschäftslagebewertung unserer Betriebe ist auf einem neuen Höchststand", meinte der Kammerpräsident. Die meisten Betriebsinhaber blickten auch positiv in die Zukunft. 91 Prozent der Betriebe rechnen mit verbesserten oder zumindest gleichbleibenden Geschäften. 

Zuwachs bei Lehrstellen

Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk zufolge sei trotz der guten Konjunktursituation kein positiver Beschäftigtensaldo erreicht worden. "Nach wie vor haben viele Betriebe Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden", so Mundschenk. Zum 31. August 2018 seien allerdings 3.145 neue Lehrverträge eingetragen worden. Dies entspreche einem Zuwachs von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei ein gutes Zwischenergebnis, das aber noch ausgebaut werden könne. Voraussetzung hierfür sei auch eine bessere Berufsorientierung, vor allem auch an den Gymnasien. Berufs- und Studienorientierung müssten den gleichen Stellenwert haben. 

Handwerk ist Integrationsmotor 

Mundschenk äußerte sich skeptisch, dass Flüchtlinge den Fachkräftebedarf im Handwerk kurzfristig abdecken können. Aber von den 3.145 neuen Lehrverträgen seien Ende August 307 mit Menschen mit Fluchthintergrund abgeschlossen worden.

"Eine Zahl, die belegt, dass das Handwerk ein wichtiger Integrationsmotor ist. Im Handwerk komme es nicht darauf an, wo man herkomme, sondern wo man hinwolle", so der Hauptgeschäftsführer.

Bilddateien Website Handwerkskammer WI 13.01.2016

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