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FAQs zur Corona-Krise - wichtige Hinweise!

+++ Update 29. April 2022 +++ Hessische Corona-Verordnung verlängert bis 26. Mai 2022 +++



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Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen



Welche Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie gelten für Handwerker in Hessen?

Ab dem 29. April 2022 gilt in Hessen:

  • Maskenpflicht
    Die grundsätzliche Maskenpflicht in Innenräumen ist entfallen. Dies gilt auch für gastronomische Angebote der Lebensmittelhandwerke, für die Dienstleistungen der Friseur- und Kosmetikbetriebe und für den kompletten Einzelhandel.

    Unternehmen haben jedoch in der Regel die Möglichkeit, über ihr Hausrecht weiterhin das Tragen einer Maske zu verlangen. Für das eigene Personal kann das Tragen der Maske zudem im betrieblichen Hygienekonzept vorgesehen werden. Zu berücksichtigen sind dabei auch die Vorgaben der Berufsgenossenschaft, wie etwa der aktuelle Arbeitsschutzstandard der BGW für Friseur- und Kosmetikbetriebe.

    Eine generelle Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Masken gilt außerdem noch in Arztpraxen und Krankenhäusern, in Alten- und Pflegeheimen sowie in Sammelunterkünften. Die Maskenpflicht gilt dann in der Regel auch für Mitarbeiter von Handwerksbetrieben, die in diesen Einrichtungen tätig sind.

  • 2G-/3G-Regeln
    Die bisherige Nachweispflicht nach den 2G- bzw. 3G-Regeln entfällt. Dies gilt auch für gastronomische Angebote der Lebensmittelhandwerke.

    Eine Testpflicht ist nur noch für den Zutritt zu Arztpraxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie zu Sammelunterkünften vorgesehen. Dies gilt auch für Handwerksbetriebe, die in diesen Einrichtungen tätig sind.

  • Quarantäne
    Nur noch infizierte Personen müssen für einen Zeitraum von 5 Tagen in Quarantäne. Eine Freitestung zur weiteren Verkürzung dieser Quarantänezeit ist nicht mehr vorgesehen. Für Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen von Infizierten besteht keine Quarantänepflicht mehr; dies gilt auch für Ungeimpfte.

 Coronavirus-Basismaßnahmenverordnung (Stand 29. April 2022)

 Auslegungshinweisen zur Coronavirus-Basismaßnahmenverordnung (Stand 29. April 2022)

 Arbeitsschutzstandard für Friseure und Kosmetiker (Stand 4. April 2022)



Was gilt als Corona-Negativnachweis?

Der Nachweis, dass keine Anhaltspunkte für eine Corona-Infektion vorliegen (Negativnachweis), kann auf mehreren Wege erfolgen:

  • Vollständiger Impfschutz (Impfnachweis)
  • Genesung nach erfolgter Infektion (Genesenennachweis)
  • Negatives Testergebnis (Testnachweis)

Als Negativ-Test gilt auch ein anlassbezogen vor Ort und unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest. Von der Testpflicht befreit sind im Übrigen unter sechsjährige Kinder.

 Corona-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung (Stand 14. Januar 2022)



Welche Verpflichtungen müssen Handwerksbetriebe zum Thema Impfen berücksichtigen?

Nach der aktuellen Corona-Arbeitsschutzverordnung sollen Betriebe die Impfbereitschaft ihrer Mitarbeiter erhöhen, indem

  • Beschäftigte über die Risiken einer Corona-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informiert werden
  • Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen
  • Beschäftigte zur Wahrnehmung außerbetrieblicher Impfangebote freigestellt werden

Umsetzungshilfe der BG Bau zur Impf-Information der Beschäftigten:  www.bgbau.de

Informationen des Bundesarbeitsministeriums zur Corona-Arbeitsschutzverordnung:  www.bmas.de



Was müssen Handwerker im Hinblick auf die einrichtungsbezogene Impflicht beachten?

Alle Personen, die in den gesetzlich genannten Einrichtungen und Unternehmen tätig sind, wie zum Beispiel in Krankenhäusern, Tageskliniken, Arztpraxen usw., sind ab dem 16. März 2022 verpflichtet, einen Impfschutz bzw. Genesenenstatus nachzuweisen.

Als externe Dienstleister können Handwerker ebenfalls von der Nachweispflicht erfasst werden. Das hängt davon ab, ob die betreffende Person regelmäßig – also nicht nur wenige Tage – und nicht nur zeitlich vorübergehend – das heißt nicht nur jeweils wenige Minuten, sondern über einen längeren Zeitraum – in der Einrichtung beziehungsweise dem Unternehmen tätig ist. Bei nur einmaligen Reparaturen entfällt dagegen die Nachweispflicht.

Wir verweisen insofern auf die FAQ des Bundesgesundheitsministeriums, die Sie hier finden:  www.bundesgesundheitsministerium.de



Was können Handwerker tun, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen?

 Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, beherzigen Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufiger am Tag gründlich mit Seife. Ebenso können Desinfektionsmittel hilfreich sein.
  • Halten Sie die übliche Husten- und Nies-Etikette ein. Niesen Sie z.B. stets in die Armbeuge. Sorgen Sie auch für eine baldige und sichere Entfernung von Einmal-Taschentüchern.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln und halten Sie nach Möglichkeit körperlichen Abstand (1,5 bis 2 Meter).
  • Bei begründetem Verdacht, selbst infiziert zu sein, gehen Sie nicht direkt in eine Arztpraxis, sondern melden Sie sich dort zunächst telefonisch.

Weitere Hinweise zu  Hygienemaßnahmen im Umgang mit Corona, auch für spezielle Berufsgruppen, finden Sie unter:

 arbeitssicherheit-hessen.de



Sind Handwerksbetriebe verpflichtet, ihren Beschäftigten Corona-Schnell- oder Selbsttests zu ermöglichen?

Nein. Nach der ab dem 20. März 2022 gültigen Fassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung müssen den Beschäftigten nicht mehr grundsätzlich kostenfreie Schnelltests zur Verfügung gestellt werden. Das Bereitstellen von Selbsttests ist nur noch im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Zu beachten ist dabei die Infektionslage vor Ort und die Infektionsgefahr der jeweils ausgeübten Tätigkeit.

 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (Stand 20. März 2022)



Müssen sich Beschäftigte, die nicht geimpft oder genesen sind, vor Beginn der Arbeit testen lassen?

Nein. Die sogenannte „3G-Regel am Arbeitsplatz“ ist ab dem 20. März 2022 entfallen.



Wie sollen Betriebe bei einem Verdachtsfall im Unternehmen oder bei infizierten Mitarbeitern reagieren?

Treten bei Mitarbeitern Ihres Betriebes Symptome einer Corona-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem wird Sie das Gesundheitsamt darüber informieren, wie Sie sich zu verhalten haben.



Können Selbständige, Arbeitgeber und Arbeitnehmer Entschädigungen beantragen, wenn sie wegen Quarantänemaßnahmen oder Tätigkeitsverboten oder auch aufgrund von Kita- und Schulschließungen Verdienstausfälle erleiden?

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantänemaßname und eines Tätigkeitsverbotes nach dem Infektionsschutzgesetz kann unter bestimmten Umständen eine Entschädigung beantragt werden.

Gleiches gilt für berufstätige Eltern von betreuungsbedürftigen Kindern bis zu zwölf Jahren, deren Kita oder Schule geschlossen wurde.

Hessen und die meisten anderen Bundesländern haben hierzu ein gemeinsames Onlineportal geschaltet. Dieses Portal enthält umfassende Informationen über die Voraussetzungen und das Verfahren für die Entschädigung.  Auch die Antragstellung selbst ist über das  Portal möglich:

Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Hinweise zur Zahlung von Verdienstausfallentschädigung (Stand 23. April 2021)





Kapitalbedarf und Finanzierung



Welche Hilfen gibt es, damit mein Unternehmen liquide bleibt?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen Kredit- und Bürgschaftsprogramme des Bundes und Landes bereit. Dazu zählen:

Zuschüsse
  • Überbrückungshilfe III Plus, Überbrückungshilfe IV
    Unternehmen werden bei einem Umsatzrückgang von mindestens 30% pro Monat Zuschüsse insbesondere zu den fixen Betriebskosten in bestimmten Monaten gewährt:
    • bei der Überbrückungshilfe III Plus in den Monaten Juli bis Dezember 2021, Antragstellung bis 31. März 2022 sowie
    • bei der Überbrückungshilfe IV in den Monaten Januar bis März 2022, Antragstellung bis 30. April 2022
    www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  • Neustarthilfe Plus, Neustarthilfe 2022 für Soloselbstständige, Endabrechnung der Neustarthilfe:
    Für Soloselbständige, kleine Kapitalgesellschaften und Genossenschaften mit coronabedingten Umsatzeinbußen von Juli bis Dezember 2021 (Neustarthilfe Plus) bzw. Januar bis März 2022 (Neustarthilfe 2022)
    Antragstellung Neustarthilfe Plus bis 31. März 2022
    Antragstellung Neustarthilfe 2022 ab Mitte Januar bis 30. April 2022
     www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  • Härtefallhilfen der Länder
    (finanziert hälftig Bund und Länder) Unterstützen, wenn andere Hilfen nicht greifen. Ermessensentscheidung nach Einzelfallprüfung durch die Länder.
    Förderzeitraum bis 30. Juni 2022
     www.haertefallhilfen.de
  • Grundsicherung
    Alle Personen, die als Kleinunternehmer oder Selbständige zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung ihres Lebensunterhalts haben, können einen Anspruch auf vereinfachten Zugang zur Grundsicherung für Arbeitssuchende haben.
    Verlängert bis 31. März 2022
     www.bmas.de
Kredite und Bürgschaften
  • Hessen-Mikroliquidität
    Das Land Hessen bietet über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ein spezielles Hilfsprogramm für Kleinunternehmen an, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Gefördert werden Unternehmen mit maximal 50 Vollzeit-Beschäftigten mit einem Direkt-Kredit der WIBank von 3.000 bis maximal 35.000 Euro. Dieser Überbrückungskredit dient zur kurzfristigen Abdeckung des Finanzbedarfs für bestehende Unternehmen und Selbständige. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre bei zwei tilgungsfreien Jahren mit einem festen Zinssatz von 0,75 Prozent pro Jahr. Es werden weder Sicherheiten noch Gebühren oder weitere Kosten verlangt. Weitere Informationen: www.hwk-wiesbaden.de/mikroliquiditaet
  • Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU):
    Über die Hausbank stellt die WIBank ein Nachrangdarlehen in Höhe von mindestens 5.000 Euro bis maximal 200.000 Euro zur Verfügung. Ab 1. August 2020 wurde der Maximalbetrag auf 500.000 € erhöht. Die Darlehen werden in diesem Förderprogramm ab diesem Zeitpunkt unter der „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ und nicht mehr als De-minimis-Beihilfe gewährt. Neben der hierdurch möglichen Steigerung des Darlehenshöchstbetrages ergeben sich für die begünstigten Unternehmen somit weitere zukünftige Förder-Spielräume unter den bestehenden Beilhilfe-Regelungen. Die Hausbank stellt als notwendige Kofinanzierung zusätzliche eigene Darlehensmittel in Höhe von weiteren 20 Prozent der Summe bereit. Diese Finanzierungsmittel sollen zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation dienen und den Unternehmen die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglichen. Die Darlehenslaufzeit beträgt zwei Jahre mit endfälliger Tilgung oder alternativ fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 1,25 Prozent p.a. nominal. Weitere Informationen:  www.wibank.de/wibank/liquiditaetshilfe
  • Kapital für Kleinunternehmen (KfK):
    Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Informationen:  www.wibank.de/kfk  
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW):
    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten.
    Weitere Informationen:   www.wibank.de/guw  
  • Bürgschaften:
    Die Bürgschaftsbank Hessen GmbH hat ihr Angebot massiv erweitert:
    - Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro
    - Erhöhung der Bürgschaftsquote auf durchgängig bis zu 80 % für Betriebsmittel (für Investitionen bis 90% Prozent möglich)
    - Laufzeit der Bürgschaft bis zu 8 Jahren möglich
    - Verbesserte Bedingungen für Expressbürgschaften bis 250.000,- Euro (inklusive bereits bestehendem Bürgschaftsobligo)
    Diese Maßnahmen der Bürgschaftsbank Hessen GmbH sind bis zum 30. April 2022 verlängert. Mit den Bürgschaften können Kredite, die Betriebe über ihre Hausbank beantragen, besichert werden. Das beantragende Unternehmen sollte dabei in den Jahren vor der Krise wirtschaftlich erfolgreich gewesen sein. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.
    Checkliste zu den erforderlichen Prüfungsunterlagen: Bürgschaftsbank Checkliste Corona 
    Weitere Informationen:  https://bb-h.de/corona/
    Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften in der Regel über 2,5 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Informationen: www.wibank.de/landesbuergschaften
  • November-/Dezemberhilfe (alt)
    Die Schlussabrechnung kann bis zum 31. Dezember 2022 eingereicht werden.
    Informationen:   FAQs zur November-/Dezemberhilfe BMWI


KfW-Kreditprogramm zur Corona-Krise

Handwerksbetrieben, die bis Ende 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, durch die Corona-Krise aber in finanzielle Schieflage geraten sind, stellt die KfW spezielle Förderprogramme zur Verfügung.

Die Bundesregierung verlängert das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, voraussichtlich bis zum 30. April 2022. Seit dem 9. November 2020, steht der KfW-Schnellkredit auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist seit dem 16. November 2020 auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Den passenden Kreditantrag für Ihre Hausbank können Sie hier vorbereiten: corona.kfw.de

Das hilft Ihrer Bank, den Kreditantrag schnellstmöglich an die KfW weiterzuleiten.

FAQ-Liste des ZDH   www.zdh.de/fachbereiche/wirtschaft-energie-umwelt/finanzierung/kfw-schnellkredit/



Für eine individuelle Beratung im Bereich "Kapitalbedarf und Finanzierung" stehen Ihnen unsere Betriebswirtschaftlichen Berater zur Verfügung.

Zu Ihrem Ansprechpartner der Betriebswirtschaftlichen Beratung in Ihrem Landkreis gelangen Sie hier.



Gibt es für Betriebe Erleichterungen bei der Steuer, der Sozialversicherung und der Unfallversicherung? 

Ja. Betriebe, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können bei zahlreichen Stellen Stundungen oder Ratenzahlungen beantragen:

  • Steuern
    Das Bundesfinanzministerium hat eine umfassende Information über mögliche steuerliche Erleichterungen in der Corona-Krise herausgegeben.

    Infos zu Steuererleichterungen (Stand 14. Dezember 2021)

  • Sozialversicherungsbeiträge
    Betrieben, die alle anderen Maßnahmen aus Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen ausgeschöpft haben und sich weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten befinden, kann auf Antrag eine Stundung ihrer Sozialversicherungsbeiträge gewährt werden.

    Information des GKV-Spitzenverbandes (Stand 20. April 2021)
    Antrag auf Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge

  • Unfallversicherungsbeiträge
    Die Mehrheit der Berufsgenossenschaften bieten Handwerksbetrieben, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, schnelle und unbürokratische Hilfe an. Nähere Informationen hierzu erhalten die Betriebe bei ihrer jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft.

 

Was sollten Handwerksbetriebe veranlassen, wenn sie aufgrund der Coronakrise derzeit ihren Kammerbeitrag nicht zahlen können?

Bitte nehmen Sie Kontakt mit unserer Beitragsabteilung auf, entweder telefonisch unter 0611 136-0 oder per E-Mail unter beitrag@hwk-wiesbaden.de. Wir werden uns bemühen, mit Ihnen zusammen eine Lösung zu finden.



Kurzarbeit



Gibt es Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise?

Wenn die sonst übliche Arbeitszeit aufgrund der Corona-Krise wesentlich verringert wird oder ganz wegfällt, kommt Kurzarbeit in Betracht. Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld geschaffen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal erstattet.
  • Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Für Anträge, Detailfragen und die Auszahlung ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

www.arbeitsagentur.de



Ist Kurzarbeit auch bei Auszubildenden möglich?

Kurzarbeit ist bei Auszubildenden nur sehr eingeschränkt möglich. Zuvor müssen alle in Betracht kommenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten.
  www.frankfurt-main.ihk.de

Eine Alternative zur Kurzarbeit könnte es sein, eine Ausbildung in Teilzeit zu vereinbaren. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt: Ausbildung in Teilzeit



Lieferungs- oder Auftragsausfälle



Was ist zu tun, wenn Lieferungen ausbleiben und Aufträge nicht erfüllt werden können?

In der aktuellen Krisensituation kommt es bei Handwerksbetrieben ebenso wie ihren Lieferanten nicht selten zu Betriebsschließungen sowie zu Materialengpässen. Dadurch können vertragliche Verpflichtungen oft nicht wie vereinbart erbracht werden. Es stellen sich dann Fragen nach möglichen Ansprüchen der Handwerksbetriebe gegenüber ihren Lieferanten und zu den Pflichten der Handwerker gegenüber ihren Kunden. Antworten liefert ein aktuelles Informationsblatt des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks:  Zivilrechtliche Folgen von Leistungsausfällen auf Verträge mit Kunden und Lieferanten

Grundsätzlich sollten Handwerksbetriebe, die ihre vertraglich vereinbarten Leistungen in der aktuellen Situation nicht erbringen können, ihre Kunden zeitnah informieren und gemeinsam mit diesen nach einvernehmlichen Lösungen suchen.



Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer



Müssen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erscheinen, obwohl sie befürchten, sich auf dem Weg dorthin oder bei Kollegen anzustecken?

Die Pflicht zur Arbeitsleistung besteht nach wie vor uneingeschränkt. Ein nicht erkrankter Arbeitnehmer kann seine Arbeitsleistung nicht verweigern, weil sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht. Das gleiche gilt auch bei der Rückkehr eines anderen Mitarbeiters aus einer gefährdeten Region.



Müssen Handwerksbetriebe ihren Mitarbeitern anbieten, im Homeoffice zu arbeiten?

Nein. Die Vorschrift im Infektionsschutzgesetz, in der die sogenannte Homeofficepflicht geregelt war, wurde gestrichen.

 Infektionsschutzgesetz



Wie ist die Rechtslage, wenn Arbeitnehmer oder auch der Betriebsinhaber selbst in Quarantäne bleiben müssen?

Bitte informieren Sie sich unter "Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen"



Haben am Coronavirus erkrankte Mitarbeiter Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Arbeitnehmer, die infolge der Viruserkrankung arbeitsunfähig sind, haben den normalen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz, wie bei jeder anderen Krankheit auch. Allerdings besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nur dann, wenn den Arbeitnehmer kein Verschulden an der Erkrankung trifft. Ein Verschulden kommt etwa in Betracht, wenn der Mitarbeiter gegen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verstoßen hat. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, auf Verlangen des Arbeitgebers die für die Entstehung der Krankheit erheblichen Umstände im Einzelnen darzulegen.



Infos für Ausbilder und Auszubildende sowie für Meisterschüler und Dozenten



Finden in den Berufsbildungs- und Technologiezentren der Handwerkskammer Wiesbaden Kurse statt?

Ja. Das Kursangebot findet unter strikter Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen statt. Auf dem gesamten Gelände der Bildungszentren, innerhalb der Gebäude sowie in den Werkstätten und Theorieräumen besteht Maskenpflicht. Die Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) sind zum Teil auf vier Tage verkürzt. Konkrete Hinweise können der Einladung zum jeweiligen ÜLU-Kurs zu entnehmen.

 

Finden bei der Handwerkskammer Wiesbaden Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen statt?

Alle anstehenden Prüfungen werden unter Beachtung der vorgegebenen Handlungsempfehlungen im Kontext der Corona-Pandemie durchgeführt. Die Geschäftsstellen der Prüfungsausschüsse bei den örtlichen Kreishandwerkerschaften befinden sich in den Planungen und werden alle zur Prüfung anstehenden Lehrlinge rechtzeitig über die Prüfungstage informieren.



Was gilt für Meister- und Fortbildungsprüfungen?

Die Meister- und Fortbildungsprüfungen finden unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Infektionsschutzbestimmungen statt. Die Prüfungstermine werden in Abstimmung mit unseren Berufsbildungs- und Technologiezentren sowie den sonstigen Kursanbietern festgelegt.



Besteht für Auszubildende eine Anwesenheitspflicht im Betrieb an den Tagen, an denen der Berufsschulunterricht eventuell ausfällt?

Ja. Anstelle des Berufsschulunterrichtes gilt die reguläre Anwesenheitspflicht im Betrieb. Werden den Auszubildenden von der Berufsschule für die Zeit des Unterrichtsausfalls jedoch Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung per Email übersandt, dann haben sich die Auszubildenden mit dem Ausbildungsbetrieb abzustimmen, wann und wo diese Aufgaben bearbeitet werden.



Gibt es finanzielle Unterstützungen für Ausbildungsbetriebe?

Ja. Unter "Förderprogramme für Ausbildungsbetriebe" finden Sie die aktuellen Unterstützungsangebote des Bundes und der hessischen Landesregierung.





Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Corona)



Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat eine hilfreiche Corona-Checkliste für Unternehmen zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Checkliste können zahlreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebsablaufs und zur Sicherstellung der Liquidität abgearbeitet werden.

Corona-Checkliste

Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden Sie den stets aktualisierten Sachstand zum Thema Coronavirus sowie Hinweise zu vorbeugenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen.

www.rki.de

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um diese Thematik zusammengestellt.

   www.zdh.de

Auch auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit ist der jeweils tagesaktuelle Kenntnisstand zum Coronavirus zusammengefasst.

  www.bundesgesundheitsministerium.de

Auf der Seite des Hessisches Ministerium für Soziales und Integration ist der jeweils aktuelle Stand zum Coronavirus mit Informationen für Hessen zusammengefasst.

  soziales.hessen.de

Viele Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Coronavirus sind darüber hinaus auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.

  www.infektionsschutz.de

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat häufige Fragen und Antworten zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen zusammengefasst.

   www.bmas.de

Zu arbeitsrechtlichen Folgen für Handwerksbetriebe finden Sie einen Praxisleitfaden in Form eines PDF-Dokuments auf der Seite der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

  www.arbeitgeber.de - Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie

Informationen des Auswärtigen Amtes.

  www.auswaertiges-amt.de



Ihre Ansprechpartner



Unsere Corona-Hotline ist für Sie aktiv:

Telefon 0611 136-333
Mo. - Do. von 9 bis 16 Uhr
Fr. von 9 bis 14 Uhr

Fragen zu Gesundheit und Arbeitsschutz:

Deist_Ingvar

Dipl.-Ing. Ingvar Deist
Beratungsstelle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung im Betrieb der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern

Telefon 0611 136-169
Telefax 0611 136-8169
ingvar.deist--at--handwerk-hessen.de

Rechtliche Fragen:

Bruns_Markus_1_0793 Handwerkskammer Wiesbaden

RA Markus Bruns, LL.M.
Abteilungsleiter Recht

Telefon 0611 136-104
Telefax 0611 136-8104
markus.bruns--at--hwk-wiesbaden.de

Schober_Matthias_1_0754 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass.jur. Matthias Schober
Hauptabteilungsleiter Organisation und Recht

Telefon 0611 136-123
Telefax 0611 136-8123
matthias.schober--at--hwk-wiesbaden.de



Betriebswirtschaftliche Fragen (Vermittlung an den jeweiligen Ansprechpartner durch das Sekretariat):

Sabine Jaeger
Betriebswirtschaftliche Beratung

Telefon 0611 136-129
Telefax 0611 136-8129
sabine.jaeger--at--hwk-wiesbaden.de



Fragen zur Ausbildung:

ÜLU

Yannik Ammon
Administration BTZ I

Telefon 0611 136-422
Telefax 0611 136-8422
yannik.ammon--at--hwk-wiesbaden.de

Zwischen-, Abschluss- und Gesellenprüfungen

Maletzke_Andreas_1_0971 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass. jur. Andreas Maletzke
Abteilungsleiter Ausbildung, Lehrlingsrolle und Gesellenprüfungen

Telefon 0611 136-103
Telefax 0611 136-8103
andreas.maletzke--at--hwk-wiesbaden.de

Fragen zur Fort- und Weiterbildung:

Fort- und Weiterbildungslehrgänge

Lange, Claudia Handwerkskammer Wiesbaden

Claudia Lange
Bildungsberaterin

Telefon 0611 136-550
Telefax 0611 136-8550
claudia.lange--at--hwk-wiesbaden.de



Meister- und Fortbildungsprüfungen



Gocke_Holger_2021

Holger Gocke M.A.
Abteilungsleiter Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-113
Telefax 0611 136-8113
holger.gocke--at--hwk-wiesbaden.de

Alexandra Hück
Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-134
Telefax 0611 136-8134
alexandra.hueck--at--hwk-wiesbaden.de

Schneider_Bettina Handwerkskammer Wiesbaden

Bettina Schneider
Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-196
Telefax 0611 136-8196
bettina.schneider--at--hwk-wiesbaden.de