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FAQs zur Corona-Krise - wichtige Hinweise!

+++ Update 30. April 2021 +++ Hessen veröffentlicht neue Auslegungshinweise: Vor Ort durchgeführte Selbsttest ausreichend für Friseurbesuch und Fußpflege.

Das Land Hessen stellte klar, dass ein anlassbezogen vor Ort durchgeführter Selbsttest generell als Negativtest ausreicht. Dies gilt auch für den Besuch im Friseursalon und die Fußpflege. Der Selbsttest muss dabei vor den Augen eines Mitarbeiters durchgeführt werden. Vom Mitarbeiter ist dabei eine Maske zu tragen (OP oder FFP2).

Vollständig Geimpfte müssen für den Friseurbesuch, bei der Fußpflege und beim Einkaufen im Rahmen von „Click & Meet“ keinen Corona-Negativtest mehr vorlegen. Als vollständig geimpft gelten Personen, bei denen die Zweitimpfung vor mehr als 14 Tagen verabreicht wurde.

Regelungen für vollständig geimpfte Personen in Hessen | Hessisches Ministerium für Soziales und Integration



Seit dem 24. April 2021 gilt die sogenannte "Bundenotbremse" nach dem Infektionsschutzgesetz. Detaillierte Informationen hierzu und zu den sonstigen Lockdown-Regeln finden Sie bei der Frage:

"Welche Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie gelten aktuell für Handwerker in Hessen?" im Abschnitt "Arbeitsschutz und Behördliche Maßnahmen"

 Infektionsschutzgesetz: Das regelt die bundeseinheitliche Notbremse (bundesregierung.de)



Für Fragen nutzen Sie gerne unser Kontaktformular:

   Online-Kontaktformular 



For different languages please follow: integrationsbeauftragte.de (Fremdsprachliche Informationen zum Corona-Virus)



Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen



Was können Handwerker tun, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen?

 Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, beherzigen Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufiger am Tag gründlich mit Seife. Ebenso können Desinfektionsmittel hilfreich sein.
  • Halten Sie die übliche Husten- und Nies-Etikette ein. Niesen Sie z.B. stets in die Armbeuge. Sorgen Sie auch für eine baldige und sichere Entfernung von Einmal-Taschentüchern.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln und halten Sie nach Möglichkeit körperlichen Abstand (1,5 bis 2 Meter).
  • Bei begründetem Verdacht, selbst infiziert zu sein, gehen Sie nicht direkt in eine Arztpraxis, sondern melden Sie sich dort zunächst telefonisch.

Weitere Hinweise zu  Hygienemaßnahmen im Umgang mit Corona, auch für spezielle Berufsgruppen, finden Sie unter:

 arbeitssicherheit-hessen.de



Sind Handwerksbetriebe verpflichtet, ihren Beschäftigten Corona-Schnell- oder Selbsttests zu ermöglichen?

Ja. Nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sind Unternehmen verpflichtet, ihren in Präsenz beschäftigten Arbeitnehmern, mindestens zwei Corona-Test pro Woche anzubieten. Dies können professionelle Schnelltests, aber auch Selbsttests sein. Es empfiehlt sich, dass die Arbeitnehmer die Testangebote vor Aufnahme der Tätigkeit wahrnehmen (z. B. Selbsttests in häuslicher Umgebung). Die Kosten für die Schnell- oder Selbsttests haben die Betriebe zu tragen.

Für die Beschäftigten besteht aber keine Testpflicht. Die Betriebe müssen auch nicht dokumentieren, bei welchen Mitarbeitern Schnell- oder Selbsttests durchgeführt wurden. Ebenso haben die Beschäftigten keinen Anspruch auf eine Bescheinigung über das (negative) Testergebnis. Nachweisen muss der Betrieb lediglich, dass er Testkapazitäten beschafft oder durch eine Vereinbarung mit Dritten ermöglicht hat.

Corona-ArbSchV - SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (gesetze-im-internet.de)

 BMAS - SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

 Wirtschaft testet – Wirtschaft gegen Corona (wirtschafttestetgegencorona.de)

Beispiel für ein Testkonzept



Wie sollen Betriebe bei einem Verdachtsfall im Unternehmen oder bei infizierten Mitarbeitern reagieren?

Treten bei Mitarbeitern Ihres Betriebes Symptome einer Corona-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem wird Sie das Gesundheitsamt darüber informieren, wie Sie sich zu verhalten haben.



Können Selbständige, Arbeitgeber und Arbeitnehmer Entschädigungen beantragen, wenn sie wegen Quarantänemaßnahmen oder Tätigkeitsverboten oder auch aufgrund von Kita- und Schulschließungen Verdienstausfälle erleiden?

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantänemaßname und eines Tätigkeitsverbotes nach dem Infektionsschutzgesetz kann unter bestimmten Umständen eine Entschädigung beantragt werden.

Gleiches gilt für berufstätige Eltern von betreuungsbedürftigen Kindern bis zu zwölf Jahren, deren Kita oder Schule geschlossen wurde.

Hessen und die meisten anderen Bundesländern haben hierzu ein gemeinsames Onlineportal geschaltet. Dieses Portal enthält umfassende Informationen über die Voraussetzungen und das Verfahren für die Entschädigung.  Auch die Antragstellung selbst ist über das Portal möglich:

Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Hinweise zur Zahlung von Verdienstausfallentschädigung (Stand 23. April 2021)



Welche Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie gelten aktuell für Handwerker in Hessen?

+++ Update +++ 30. April 2021

Die vor Ort gültigen Beschränkungen sind abhängig vom regionalen Pandemiegeschehen. Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Schwellenwert von 100 liegt, gelten besondere Einschränkungen nach der sogenannten „Bundesnotbremse“. Weitere Einschränkungen greifen, sobald die 7-Tages-Inzidenz den Schwellenwert von 150 über den 3-Tages-Zeitraum überschreitet. Aber auch unterhalb des Schwellenwertes von 100 gelten noch einige Einschränkungen gemäß den landesrechtlichen Verordnungen.

  Corona-Regeln in Hessen (Stand 28. April 2021)

  In diesen Kreisen und Städten greift die "Bundes-Notbremse" | Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (hessen.de)

 

Was das alles konkret für die Handwerksbetriebe in Hessen bedeutet, können Sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

  • Handwerkliche Dienstleistungen
    Handwerksbetriebe dürfen ihre Tätigkeit grundsätzlich weiter erbringen. Dies gilt für die Berufsausübung im Betrieb als auch auf der Baustelle oder beim Kunden vor Ort. Ebenso ist es den Kunden weiterhin erlaubt, die Räumlichkeiten des Handwerksbetrieb zu betreten. Die sonst gültigen Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum gelten nicht für beruflich veranlasste Zusammenkünfte. Einschränkungen gibt es allerdings für die Erbringung von körpernahen Dienstleistungen (siehe unten).

  • Einzelhandel
    Sofern ein Handwerksbetrieb neben dem Handwerk auch einen Einzelhandel führt, darf der Einzelhandelsbereich nur im Rahmen von „Click & Meet“ geöffnet sein. Das heißt, Kunden dürfen das Ladengeschäft nur mit vorheriger Terminvereinbarung und aktuellem Corona-Negativtest betreten. Von der Testpflicht befreit sind vollständig Geimpfte. Als vollständig geimpft gelten Personen, denen die Zweitimpfung vor mehr als 14 Tagen verabreicht wurde. Zulässig ist maximal ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Kunden erfasst werden. Ab Inzidenzwerten über 150 im Landkreis (siehe oben) darf Handelsware grundsätzlich nur noch im Rahmen von „Click & Collect“ zur Abholung verkauft werden.

    Von den vorstehenden Einschränkungen ausgenommen sind Geschäfte der Grundversorgung: Hierzu zählen die Verkaufsstellen der Lebensmittelhandwerke und der Gesundheitshandwerke. 

  • Körpernahe Dienstleistungen
    Ab Inzidenzwerten über 100 im Landkreis (siehe oben) sind kosmetische Behandlungen und andere körpernahe Dienstleistungen verboten. Ausgenommen von diesem Verbot sind jedoch insbesondere Behandlungen, die medizinischen Zwecken dienen. Grundsätzlich erlaubt bleiben das Friseurhandwerk und die Fußpflege. Kunden von Friseursalons und Fußpflegebetrieben müssen das Ergebnis eines anerkannten Coronatests vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Von der Testpflicht befreit sind vollständig Geimpfte. Als vollständig geimpft gelten Personen, denen die Zweitimpfung vor mehr als 14 Tagen verabreicht wurde. Außerdem müssen sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) tragen.

Für alle Handwerksbetriebe gilt: Die konkrete Beurteilung vor Ort obliegt den Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden. Deren Entscheidungen ist Folge zu leisten.

Verordnung über Kontakt- und Betriebsbeschränkungen (Stand 8. Mai 2021)

Auslegungshinweie zur Verordnung über Kontakt- und Betriebsbeschränkungen (Stand 4. Mai 2021)

Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes (Stand 27. Januar 2021)



Welche Auflagen zur Maskenpflicht und zur Hygiene sind zu beachten? 

In allen Arbeits- und Betriebsstätten ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Eine Ausnahme gilt für den eigenen Arbeitsplatz, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten werden kann. Auch Mitarbeiter, die gar keinen Kontakt zu anderen Personen haben, müssen keine Maske tragen. Eine Ausnahme von der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung besteht außerdem, wenn andere mindestens gleichwertige Schutzmaßnahmen getroffen wurden, insbesondere durch Trennvorrichtungen. Wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, ist nach einer aktuellen Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes eine medizinische Gesichtsmaske oder FFP2-Maske oder eine vergleichbare Atemschutzmaske zur Verfügung zu stellen. Die Beschäftigten sind verpflichtet, in dieser Situation die Maske zu tragen.

In Verkaufs- und Ausstellungsflächen, die für Kunden zugänglich sind, müssen alle Anwesenden ab sechs Jahren eine medizinische Maske (OP- oder FFP2/KN95-Masken) tragen. Darüber hinaus gilt, dass jedem Kunden zehn Quadratmeter der begehbaren Fläche zur Verfügung stehen müssen; bei großen Verkaufs- und Ausstellungsflächen, die über 800 Quadratmetern hinausgehen, ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern erlaubt. Auf die einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln muss durch Aushänge hingewiesen werden.

Hinweis zur Mund-Nasen-Bedeckung



Kapitalbedarf und Finanzierung



Welche Hilfen gibt es, damit mein Unternehmen liquide bleibt?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen Kredit- und Bürgschaftsprogramme des Landes bereit. Dazu zählen:

  • November-/Dezember
    Der Antrag kann jeweils nur einmalig gestellt werden. Der Antrag auf Novemberhilfe konnte bis zum 30. April 2021 gestellt werden. Der Antrag auf Dezemberhilfe konnte ebenfalls bis zum 30. April 2021 gestellt werden. Änderungsanträge für die Novemberhilfe und Dezemberhilfe können noch bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist für die Novemberhilfe und Dezemberhilfe bis zum 31. Juli 2021 möglich. Weitere Informationen: FAQs zur November-/Dezemberhilfe BMWI
  • Überbrückungshilfe/Neustarthilfe:
    Die Überbrückungshilfe soll branchenübergreifend kleinen und mittelständischen Unternehmen gewährt werden, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Die Überbrückungshilfe soll den Besonderheiten stark betroffener Branchen Rechnung tragen. www.hwk-wiesbaden.de/ueberbrueckungshilfe 
  • Hessen-Mikroliquidität - Anträge sind ab 1. Februar 2021 wieder möglich
    Das Land Hessen bietet über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ein spezielles Hilfsprogramm für Kleinunternehmen an, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Gefördert werden Unternehmen mit maximal 50 Vollzeit-Beschäftigten mit einem Direkt-Kredit der WIBank von 3.000 bis maximal 35.000 Euro. Dieser Überbrückungskredit dient zur kurzfristigen Abdeckung des Finanzbedarfs für bestehende Unternehmen und Selbständige. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre bei zwei tilgungsfreien Jahren mit einem festen Zinssatz von 0,75 Prozent pro Jahr. Es werden weder Sicherheiten noch Gebühren oder weitere Kosten verlangt. Weitere Informationen: www.hwk-wiesbaden.de/mikroliquiditaet
  • Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU):
    Über die Hausbank stellt die WIBank ein Nachrangdarlehen in Höhe von mindestens 5.000 Euro bis maximal 200.000 Euro zur Verfügung. Ab 1. August 2020 wird der Maximalbetrag auf 500.000 € erhöht. Die Darlehen werden in diesem Förderprogramm ab diesem Zeitpunkt unter der „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ und nicht mehr als De-minimis-Beihilfe gewährt. Neben der hierdurch möglichen Steigerung des Darlehenshöchstbetrages ergeben sich für die begünstigten Unternehmen somit weitere zukünftige Förder-Spielräume unter den bestehenden Beilhilfe-Regelungen. Die Hausbank stellt als notwendige Kofinanzierung zusätzliche eigene Darlehensmittel in Höhe von weiteren 20 Prozent der Summe bereit. Diese Finanzierungsmittel sollen zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation dienen und den Unternehmen die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglichen. Die Darlehenslaufzeit beträgt zwei Jahre mit endfälliger Tilgung oder alternativ fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 1,25 Prozent p.a. nominal. Weitere Informationen:  www.wibank.de/wibank/liquiditaetshilfe
  • Kapital für Kleinunternehmen (KfK):
    Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Informationen:  www.wibank.de/kfk  
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW):
    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten.
    Weitere Informationen:   www.wibank.de/guw  
  • Bürgschaften:
    Die Bürgschaftsbank Hessen GmbH hat ihr Angebot massiv erweitert:
    - Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro
    - Erhöhung der Bürgschaftsquote auf durchgängig bis zu 80 % für Betriebsmittel
    - Laufzeit der Bürgschaft bis zu 8 Jahren möglich
    - Verbesserte Bedingungen für Expressbürgschaften bis 250.000,- Euro (inklusive bereits bestehendem Bürgschaftsobligo)
    Diese Maßnahmen sind zunächst befristet bis Ende 2020. Mit den Bürgschaften können Kredite, die Betriebe über ihre Hausbank beantragen, besichert werden. Das beantragende Unternehmen sollte dabei in den Jahren vor der Krise wirtschaftlich erfolgreich gewesen sein. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.
    Checkliste zu den erforderlichen Prüfungsunterlagen: Bürgschaftsbank Checkliste Corona 
    Weitere Informationen:  https://bb-h.de/corona/ 

    Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften in der Regel über 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Informationen: www.wibank.de/landesbuergschaften

Vergleichbare Hilfen bietet der Bund an. Weitere Informationen:   www.wibank.de/wibank/corona

Eine Übersicht über die Förderprogramme finden Sie zum Download unter:   wirtschaft.hessen.de



KfW-Kreditprogramm zur Corona-Krise

Handwerksbetrieben, die bis Ende 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, durch die Corona-Krise aber in finanzielle Schieflage geraten sind, stellt die KfW spezielle Förderprogramme zur Verfügung.

Die Bundesregierung verlängert das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, voraussichtlich bis zum 30.6.2021. Ab dem 9.11.2020, steht der KfW-Schnellkredit auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist ab dem 16.11.2020 auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Den passenden Kreditantrag für Ihre Hausbank können Sie hier vorbereiten: corona.kfw.de

Das hilft Ihrer Bank, den Kreditantrag schnellstmöglich an die KfW weiterzuleiten.

FAQ-Liste des ZDH   www.zdh.de/fachbereiche/wirtschaft-energie-umwelt/finanzierung/kfw-schnellkredit/



Gibt es für Betriebe Erleichterungen bei der Steuer, der Sozialversicherung und der Unfallversicherung? 

Ja. Betriebe, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können bei zahlreichen Stellen Stundungen oder Ratenzahlungen beantragen:

  • Steuern
    Das Bundesfinanzministerium hat eine umfassende Information über mögliche steuerliche Erleichterungen in der Corona-Krise herausgegeben.

    Infos zu Steuererleichterungen (Stand 26. April 2021)

  • Sozialversicherungsbeiträge
    Betrieben, die alle anderen Maßnahmen aus Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen ausgeschöpft haben und sich weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten befinden, kann auf Antrag eine Stundung ihrer Sozialversicherungsbeiträge gewährt werden.

    Information des GKV-Spitzenverbandes (Stand 20. April 2021)
    Antrag auf Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge

  • Unfallversicherungsbeiträge
    Die Mehrheit der Berufsgenossenschaften bieten Handwerksbetrieben, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, schnelle und unbürokratische Hilfe an. Nähere Informationen hierzu erhalten die Betriebe bei ihrer jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft.

 

Was sollten Handwerksbetriebe veranlassen, wenn sie aufgrund der Coronakrise derzeit ihren Kammerbeitrag nicht zahlen können?

Bitte nehmen Sie Kontakt mit unserer Beitragsabteilung auf, entweder telefonisch unter 0611 136-0 oder per E-Mail unter beitrag@hwk-wiesbaden.de. Wir werden uns bemühen, mit Ihnen zusammen eine Lösung zu finden.



Kurzarbeit



Gibt es Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise?

Wenn die sonst übliche Arbeitszeit aufgrund der Corona-Krise wesentlich verringert wird oder ganz wegfällt, kommt Kurzarbeit in Betracht. Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld geschaffen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal erstattet.
  • Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Für Anträge, Detailfragen und die Auszahlung ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

www.arbeitsagentur.de



Ist Kurzarbeit auch bei Auszubildenden möglich?

Kurzarbeit ist bei Auszubildenden nur sehr eingeschränkt möglich. Zuvor müssen alle in Betracht kommenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten.
  www.frankfurt-main.ihk.de

Eine Alternative zur Kurzarbeit könnte es sein, eine Ausbildung in Teilzeit zu vereinbaren. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt: Ausbildung in Teilzeit



Lieferungs- oder Auftragsausfälle



Was ist zu tun, wenn Lieferungen ausbleiben und Aufträge nicht erfüllt werden können?

In der aktuellen Krisensituation kommt es bei Handwerksbetrieben ebenso wie ihren Lieferanten nicht selten zu Betriebsschließungen sowie zu Materialengpässen. Dadurch können vertragliche Verpflichtungen oft nicht wie vereinbart erbracht werden. Es stellen sich dann Fragen nach möglichen Ansprüchen der Handwerksbetriebe gegenüber ihren Lieferanten und zu den Pflichten der Handwerker gegenüber ihren Kunden. Antworten liefert ein aktuelles Informationsblatt des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks:  Zivilrechtliche Folgen von Leistungsausfällen auf Verträge mit Kunden und Lieferanten

Grundsätzlich sollten Handwerksbetriebe, die ihre vertraglich vereinbarten Leistungen in der aktuellen Situation nicht erbringen können, ihre Kunden zeitnah informieren und gemeinsam mit diesen nach einvernehmlichen Lösungen suchen.



Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer



Müssen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erscheinen, obwohl sie befürchten, sich auf dem Weg dorthin oder bei Kollegen anzustecken?

Die Pflicht zur Arbeitsleistung besteht nach wie vor uneingeschränkt. Ein nicht erkrankter Arbeitnehmer kann seine Arbeitsleistung nicht verweigern, weil sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht. Das gleiche gilt auch bei der Rückkehr eines anderen Mitarbeiters aus einer gefährdeten Region.



Müssen Handwerksbetriebe ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice anbieten, und sind die Beschäftigten verpflichtet, dieses Angebot anzunehmen?

Nach dem Infektionsschutzgesetz sind Betriebe verpflichtet, ihren Beschäftigten, die im Büro arbeiten, das Arbeiten im Homeoffice anzubieten. Diese Verpflichtung entfällt, wenn zwingende betriebliche Gründe dagegen sprechen. Solche Hinderungsgründe liegen vor, wenn die Betriebsabläufe durch die Tätigkeit im Homeoffice erheblich eingeschränkt würden. Die Beschäftigten haben das Angebot, im Homeoffice zu arbeiten, anzunehmen. Diese Pflicht entfällt, wenn Gründe auf Seiten des Arbeitnehmers entgegenstehen. Mögliche Gründe sind etwa räumliche Enge, Störungen durch Dritte oder eine unzureichende technische Ausstattung in der Wohnung des Arbeitnehmers. Eine Mitteilung des Beschäftigten an den Arbeitgeber, dass das Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist, reicht zur Darlegung aus.



Wie ist die Rechtslage, wenn Arbeitnehmer oder auch der Betriebsinhaber selbst in Quarantäne bleiben müssen?

Bitte informieren Sie sich unter "Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen"



Dürfen Arbeitnehmer zum Betrieb fahren obwohl am Wohn- oder Betriebsort eine Ausgangssperre gilt?

Die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit befreit in der Regel von der Ausgangssperre. Hierzu zählt auch der notwendige Weg zum Betrieb bzw. zum Einsatzort sowie die Erbringung von Dienstleistungen vor Ort. Die konkreten Bedingungen entnehmen Sie bitte der lokal oder regional gültigen Verordnung.

 Bescheinigung für Arbeitnehmer bei Ausgangssperre



Haben am Coronavirus erkrankte Mitarbeiter Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Arbeitnehmer, die infolge der Viruserkrankung arbeitsunfähig sind, haben den normalen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz, wie bei jeder anderen Krankheit auch. Allerdings besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nur dann, wenn den Arbeitnehmer kein Verschulden an der Erkrankung trifft. Ein Verschulden kommt etwa in Betracht, wenn der Mitarbeiter gegen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verstoßen hat. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, auf Verlangen des Arbeitgebers die für die Entstehung der Krankheit erheblichen Umstände im Einzelnen darzulegen.



Infos für Ausbilder und Auszubildende sowie für Meisterschüler und Dozenten



Finden in den Berufsbildungs- und Technologiezentren der Handwerkskammer Wiesbaden Kurse statt?

Ja. Das Kursangebot findet unter strikter Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen statt. Auf dem gesamten Gelände der Bildungszentren, innerhalb der Gebäude sowie in den Werkstätten und Theorieräumen besteht Maskenpflicht. Die Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) sind zum Teil auf vier Tage verkürzt. Konkrete Hinweise können der Einladung zum jeweiligen ÜLU-Kurs zu entnehmen.

 

Finden bei der Handwerkskammer Wiesbaden Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen statt?

Alle anstehenden Prüfungen werden unter Beachtung der vorgegebenen Handlungsempfehlungen im Kontext der Corona-Pandemie durchgeführt. Die Geschäftsstellen der Prüfungsausschüsse bei den örtlichen Kreishandwerkerschaften befinden sich in den Planungen und werden alle zur Prüfung anstehenden Lehrlinge rechtzeitig über die Prüfungstage informieren.



Was gilt für Meister- und Fortbildungsprüfungen?

Die Meister- und Fortbildungsprüfungen finden unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Infektionsschutzbestimmungen statt. Die Prüfungstermine werden in Abstimmung mit unseren Berufsbildungs- und Technologiezentren sowie den sonstigen Kursanbietern festgelegt.



Besteht für Auszubildende eine Anwesenheitspflicht im Betrieb an den Tagen, an denen der Berufsschulunterricht eventuell ausfällt?

Ja. Anstelle des Berufsschulunterrichtes gilt die reguläre Anwesenheitspflicht im Betrieb. Werden den Auszubildenden von der Berufsschule für die Zeit des Unterrichtsausfalls jedoch Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung per Email übersandt, dann haben sich die Auszubildenden mit dem Ausbildungsbetrieb abzustimmen, wann und wo diese Aufgaben bearbeitet werden.



Gibt es finanzielle Unterstützungen für Ausbildungsbetriebe?

Ja. Unter "Förderprogramme für Ausbildungsbetriebe" finden Sie die aktuellen Unterstützungsangebote des Bundes und der hessischen Landesregierung.





Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Corona)



Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat eine hilfreiche Corona-Checkliste für Unternehmen zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Checkliste können zahlreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebsablaufs und zur Sicherstellung der Liquidität abgearbeitet werden.

Corona-Checkliste

Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden Sie den stets aktualisierten Sachstand zum Thema Coronavirus sowie Hinweise zu vorbeugenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen.

www.rki.de

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um diese Thematik zusammengestellt.

   www.zdh.de

Auch auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit ist der jeweils tagesaktuelle Kenntnisstand zum Coronavirus zusammengefasst.

  www.bundesgesundheitsministerium.de

Auf der Seite des Hessisches Ministerium für Soziales und Integration ist der jeweils aktuelle Stand zum Coronavirus mit Informationen für Hessen zusammengefasst.

  soziales.hessen.de

Viele Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Coronavirus sind darüber hinaus auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.

  www.infektionsschutz.de

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat häufige Fragen und Antworten zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen zusammengefasst.

   www.bmas.de

Zu arbeitsrechtlichen Folgen für Handwerksbetriebe finden Sie einen Praxisleitfaden in Form eines PDF-Dokuments auf der Seite der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

  www.arbeitgeber.de - Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie

Informationen des Auswärtigen Amtes.

  www.auswaertiges-amt.de



Ihre Ansprechpartner



Unsere Corona-Hotline ist für Sie aktiv:

Telefon 0611 136-333
Mo. - Do. von 7:30 bis 16:00 Uhr
Fr. von 7:30 bis 14:00 Uhr

Fragen zu Gesundheit und Arbeitsschutz:

Deist_Ingvar

Dipl.-Ing. Ingvar Deist
Beratungsstelle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung im Betrieb der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern

Telefon 0611 136-169
Telefax 0611 136-8169
ingvar.deist--at--handwerk-hessen.de

Rechtliche Fragen:

Bruns_Markus_1_0793 Handwerkskammer Wiesbaden

RA Markus Bruns, LL.M.
Abteilungsleiter Recht und Sozialrecht

Telefon 0611 136-104
Telefax 0611 136-8104
markus.bruns--at--hwk-wiesbaden.de

Schober_Matthias_1_0754 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass.jur. Matthias Schober
Hauptabteilungsleiter Recht und Handwerksrolle

Telefon 0611 136-123
Telefax 0611 136-8123
matthias.schober--at--hwk-wiesbaden.de



Betriebswirtschaftliche Fragen (Vermittlung an den jeweiligen Ansprechpartner durch das Sekretariat):

Sabine Jaeger
Betriebswirtschaftliche Beratung

Telefon 0611 136-129
Telefax 0611 136-8129
sabine.jaeger--at--hwk-wiesbaden.de



Fragen zur Ausbildung:

ÜLU

Yannik Ammon
Administration BTZ I

Telefon 0611 136-422
Telefax 0611 136-8422
yannik.ammon--at--hwk-wiesbaden.de

Zwischen-, Abschluss- und Gesellenprüfungen

Maletzke_Andreas_1_0971 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass. jur. Andreas Maletzke
Abteilungsleiter Ausbildung, Lehrlingsrolle und Gesellenprüfungen

Telefon 0611 136-103
Telefax 0611 136-8103
andreas.maletzke--at--hwk-wiesbaden.de

Fragen zur Fort- und Weiterbildung:

Fort- und Weiterbildungslehrgänge

Lange, Claudia Handwerkskammer Wiesbaden

Claudia Lange
Bildungsberaterin

Telefon 0611 136-550
Telefax 0611 136-8550
claudia.lange--at--hwk-wiesbaden.de



Meister- und Fortbildungsprüfungen



Gocke_Holger_0404 Handwerkskammer Wiesbaden

Holger Gocke M.A.
Abteilungsleiter Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-113
Telefax 0611 136-8113
holger.gocke--at--hwk-wiesbaden.de

Alexandra Hück
Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-134
Telefax 0611 136-8134
alexandra.hueck--at--hwk-wiesbaden.de

Schneider_Bettina Handwerkskammer Wiesbaden

Bettina Schneider
Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-196
Telefax 0611 136-8196
bettina.schneider--at--hwk-wiesbaden.de