Industriebeirat Wi_Titelbild
Oliver Hebel Landeshauptstadt Wiesbaden

Industriebeirat in Wiesbaden gegründet

Die Interessen der Handwerksbetriebe einbringen

Der Industriebeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden ist jetzt offiziell etabliert. Bei der konstituierenden Sitzung haben Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr.  Oliver Franz als Vorsitzender, 16 Vertreterinnen und Vertreter von Wiesbadener Industrieunternehmen sowie fünf assoziierte Mitglieder die "Gemeinsame Erklärung" unterschrieben.

"Eine starke, zukunftsorientierte Industrie bietet vielfältige attraktive Arbeitsplätze. Sie sorgt für hohe Steuereinnahmen der Stadt und trägt damit zu guten Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger bei", sagt Dr.  Franz.  Die Vision "Starke Industrie –  Attraktives Wiesbaden" bringe daher die Bedeutung der Industrie für die Stadt als Arbeits-  und Lebensraum auf den Punkt. "Wiesbaden braucht die Industrieunternehmen als stabilen, wachsenden Wirtschaftsfaktor. Dafür muss die Stadt entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Der Industriebeirat wird der Stadtpolitik als Expertengremium und Interessenvertretung ein wichtiger Gesprächspartner sein, um gemeinsam den Industrie- und Wirtschaftsstandort Wiesbaden weiterzuentwickeln."

"Ich möchte die Interessen der Handwerksbetriebe in das Netzwerk einbringen, die zwar in der Regel kleinbetrieblich strukturiert sind und nicht industriell arbeiten, aber z.B. als Zulieferer auf eine wettbewerbsfähige und erfolgreiche Industrielandschaft in der Landeshauptstadt angewiesen sind", so Bernhard Mundschenk, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden.

Im Industriebeirat versammelt sich wirtschaftliche Stärke:  Die 16 Unternehmen im Beirat beschäftigen insgesamt 6.800 Mitarbeitende und 268 Auszubildende. Das ist etwas mehr als die Hälfte aller in der Industrie beschäftigten Personen in Wiesbaden. Die Unternehmen erwirtschafteten 2020 einen kumulierten Gesamtumsatz von 7,183 Milliarden Euro.

Themen, für die nur gemeinsam Lösungen gefunden werden können, gibt es viele: Flächennutzungskonzepte, die auch Gewerbe- und Industriegebiete und damit Wachstum vorsehen; Mobilitäts-und Verkehrskonzepte für die zahlreichen Beschäftigten in den Gewerbegebieten; Fachkräftesicherung; digitale Transformation; die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren. "Wie wird sich Wiesbaden für die Zukunft als innovative und nachhaltige Industriestadt aufstellen, um im Standortwettbewerb zu bestehen?  Diese Herausforderungen wollen wir in einem breiten Bündnis angehen, gemeinsam mit den Industrieunternehmen und mit der Expertise und Unterstützung der assoziierten Beirats-Mitglieder", sagt Dr.  Franz. "Der Industriebeirat wird die Sichtbarkeit der Industrie in der Öffentlichkeit erhöhen.  Das Engagement ist gleichzeitig ein wichtiges Bekenntnis der Unternehmen zum Standort und stellt ein positives Signal für Wiesbaden dar."

Der Industriebeirat versteht sich im Rahmen der in ihm vertretenen Unternehmen als Plattform für industrielle Belange und als Sprachrohr der dort gebündelten Industrieinteressen gegenüber Stadtpolitik und Verwaltung. Seine Bedarfe und Empfehlungen will er im regelmäßigen Dialog mit der Stadtpolitik erörtern.  Ziel ist es, im Gespräch die Rahmenbedingungen für Industrieunternehmen auch auf lokaler Ebene zu verbessern. Das soll dazu beizutragen, dass Wiesbaden sich als attraktiver und nachhaltiger Industriestandort positionieren kann.  Der Industriebeirat bietet Raum zum fokussierten Austausch über aktuelle lokale Themen mit Industrierelevanz, über industriepolitische Themen mit lokalen  Auswirkungen  oder  über  branchenübergreifende Herausforderungen. Auch Anregungen und Impulse von Industrieunternehmen, die (noch) nicht im Industriebeirat sind, können dort platziert werden.

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