J.Sobek

Meisterbrief ist Vorbild für Europa

Meisterfeier der Handwerkskammer Wiesbaden im Kurhaus

Im Wiesbadener Kurhaus wurden 417 Jungmeisterinnen und Jungmeister des Prüfungsjahrgangs 2016 mit dem Meisterbrief der Handwerkskammer Wiesbaden ausgezeichnet. Insgesamt 1.300 Gäste, darunter zahlreiche Repräsentanten aus Politik, Gesellschaft und Handwerk, feierten mit Jennifer Braun und der Urban Club Band die frischgebackenen Meister, darunter 77 Meisterinnen. Moderiert wurde die kurzweilige Veranstaltung von Stefan Schröder, dem Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers.

Kammerpräsident Klaus Repp beglückwünschte den Meisternachwuchs 2016 und freute sich insbesondere darüber, dass viele Meisterbriefe auch an junge Meisterinnen und Meister aus den zulassungsfreien Berufen gingen. "Es war ein Fehler in der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2004. Dort wo Meister sind, ist Meisterqualität zu finden. Und dort wo Meister sind, wird auch ausgebildet. Seit 2004 ist die Zahl der Auszubildenden dort dramatisch gesunken, wo die Meisterpflicht weggefallen ist."

Plädoyers für den Meisterbrief

Auch Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich machte in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Meisterbriefs aufmerksam: "Nicht Deutschland muss den Meisterbrief aufgeben, Europa muss ihn kennenlernen."

Die Festansprache hielt Professor Dr. R. Alexander Lorz. "Wir wissen, was wir am Meisterbrief haben", rief der Hessische Kultusminister. Deshalb gelte es, den besonderen rang des Meisterbriefes zu verteidigen. Der Meisterbrief stehe in ganz besonderer Weise für den Dreiklang des Lebens: Wissen, Können und Wollen. Lorz forderte die Jungmeister und Jungmeisterinnen auf selber auszubilden. "Nur wenn auch ausgebildet wird, wird die Qualität im Handwerk aufrecht gehalten werden können." Paradebeispiel für diese Forderung war David Döring, einer der 16 Jahrgangsbesten. Der 20-jährige Meister im Elektrotechnikerhandwerk  hielt die traditionelle Jungmeisterrede und schilderte seine ganz persönliche Karriere mit Lehre. Vizepräsident Andreas Brieske überbrachte die Glückwünsche der Arbeitnehmerseite. Der Schornsteinfegermeister wünschte den Jungmeisterinnen und Jungmeistern "all das Glück, das wir brauchen, um erfolgreich zu sein."



Jahresbesten Meister 2017
J.Sobek

Glückliche Gesichter - 15 der insgesamt 16 Jahresbesten des Prüfungsjahrgangs 2016

Dirk Kornau M.A.

Abteilungsleiter Kommunikation und Veranstaltungen

Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-154
Telefax 0611 136-8154
dirk.kornau--at--hwk-wiesbaden.de