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Marco2811

Normen

In einer hochgradig technisierten Welt spielen Normen und Standards eine immer wichtigere Rolle. Sie definieren Begriffe, Schnittstellen und Anforderungen an die Prüfung und Gebrauchstauglichkeit von Produkten und Leistungen. Sie sollen den aktuellen Stand der Technik darstellen und für Rechtssicherheit im Geschäftsalltag sorgen. Darüber hinaus tragen Sie durch einheitliche Anforderungen zu einem erleichterten Export von Waren und Dienstleistungen bei und können Innovation in neuen Märkten fördern. Normung sollte deshalb Chefsache sein, denn "wer nicht normt, der wird genormt!".



Normenportal für das Handwerk: handwerk.DIN.de

Ein Suchportal gibt einen Überblick über technische Normen

Bequem und einfach können angemeldete Nutzer aus dem Handwerk erstmals eine Normenrecherche nach Gewerken durchführen. Die Suchergebnisse sind auf Normen beschränkt, die für den Wirtschaftsbereich Handwerk und für einzelne Branchen relevant sind. Nutzer finden so schneller als bisher die für sie wichtigen Normen. Mit Hilfe der vielfältigen Recherchemöglichkeiten können bibliographische Daten zu Normen mit Inhaltsverzeichnis und kurzem Einführungshinweis eingesehen werden.

Über den reinen Dokumentennachweis hinaus bietet das Normenportal für das Handwerk Informationen zu relevanten Fachthemen und Links mit weiterführenden Informationen, etwa zu Arbeitsschutznormen. Benötigte Normen können über den Beuth-Verlag des DIN online bestellt oder im Download bezogen werden.

Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben bietet das DIN zu jedem Normenausschuss (z. B. NABau) einen eigenen RSS-Newsfeed. Die RSS-Feeds zeigen Änderungen der konkreten Website des Normenausschusses an. Nutzer erhalten auf diese Weise frühzeitig Hinweise auf neue nationale, europäische und internationale Normungsvorhaben, veröffentlichte Normentwürfe und wichtige Mitteilungen aus dem jeweiligen Normungsfachgebiet.

Einrichtung: Über die Rubrik "Normen erarbeiten" unter www.din.de gelangt man auf die Seite der Normenausschüsse. Von hier aus klickt man auf den jeweiligen Normenausschuss und dort lassen sich die RSS-Feeds im Browser abonnieren. (Mit Nutzung dieses Angebots kann häufig auf das Abo der kostenpflichtigen DIN-Mitteilungen verzichtet werden.)

Link-Beispiel: www.nabau.din.de/de


Weitere Infos:
www.handwerk.DIN.de

 
Erläuterung zu RSS-Feeds unter:
de.wikipedia.org/wiki/Rss

Neues Mess- und Eichgesetz (MessEG)

Am 1. Januar 2015 trat das neue  Mess- und Eichgesetz (MessEG) und die überarbeitete  Mess- und Eichverordnung (MessEV) in Kraft.

Neue oder ausgetauschte Messgeräte müssen nach § 32 Abs. 1 MessEG zukünftig spätestens sechs Wochen nach Inbetriebnahme der zuständigen Landesbehörde angezeigt werden, da mit dem neuen MessEG die bisherige Ersteichung von Messgeräten entfällt. Dadurch haben die Eichbehörden die für ihre Überwachungsaufgaben notwendigen Kenntnisse über den Standort verwendeter Messgeräte.
Auf  www.eichamt.de steht ein Onlineverfahren für die Dateneingabe zur Verfügung.


Möglich ist aber auch eine Anmeldung per Fax:

Geschäftsstelle der AGME
c/o Deutsche Akademie für Metrologie beim Bayerischen Landesamt für Maß und Gewicht
Franz-Schrank-Str. 9
80638 München
Telefax 089 17901-386

Anzugeben sind:

  1. Geräteart: Waage, Reifendruckmessgeräte an Tankstellen und Kfz-Werkstätten, Abgasmessgeräte, sofern sie im Rahmen der Hauptuntersuchung von Kraftfahrzeugen verwendet werden, aber auch Wasserzähler, Gaszähler und Wärmemengenzähler usw.
  2. Hersteller: gemäß Kennzeichnung auf dem Messgerät
  3. Typbezeichnung: gemäß Kennzeichnung auf dem Messgerät
  4. Jahr der Kennzeichnung des Messgeräts: "Eichjahr", beispielsweise 2015
  5. Anschrift desjenigen, der das Messgerät "verwendet": In der Regel der Gebäudeeigentümer

Installationsbetriebe sollten aus Servicegründen Wohnungseigentümer/Vermieter auf die Anzeigepflicht bzw. Anzeigefrist hinweisen, wenn Messgeräte für die Erfassung des Verbrauchs von Wasser, Gas, Elektrizität und thermischer Energie (Wärmemenge) neu installiert oder ausgetauscht werden. Sie können aber auch die Anzeige für den Kunden übernehmen. Dabei bleibt aber die Verantwortung für die Anzeige beim Verwender. Werden die Messgeräte vom Energieversorger bzw. Messdienstleistern, die nicht nur die Abrechnung (z. B. von Heizkosten) vertraglich übernehmen, sondern auch z. B. Vermietung, Wartung und regelmäßigen Austausch von (Versorgungs-) Messgeräten, ist ebenfalls davon auszugehen, dass sie der Verwender des Messgeräts sind.

Die Anzeige ersetzt nicht die Beantragung der ersten Eichung für das Messgerät sondern muss gesondert beantragt werden.

Detaillierte Informationen und die Veröffentlichungen zum Mess- und Eichgesetz (MessEG) sowie zur Verordnung (MessEV) können auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de eingesehen werden.

Wasseruhr Messen Eichgesetz
Handwerkskammer Wiesbaden

 
Weitere Infos:
Hessische Eichdirektion
Holzhofallee 3
64283 Darmstadt
Telefon 06151 9501-0

Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken nach DIN EN 1090

Seit Juli 2012 ist durch die DIN EN 1090-1 "Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken - Konformitätsnachweisverfahren für tragende Bauteile" ein technisches Regelwerk zur Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) von Unternehmen im Stahl- und Metallbau und bei der Herstellung von tragenden Konstruktionen aus Aluminium zwingend eingeführt worden.

Innerhalb der erforderlichen Zertifizierung der WPK werden die Anforderungen der bisherigen Herstellerqualifikationen zum Schweißen von tragenden Bauteilen auf alle wichtigen Prozesse der Herstellung dieser Bauteile erweitert. Damit werden die Forderungen der Europäischen Bauproduktenrichtlinie umgesetzt und die Bauprodukte mit einer CE-Kennzeichnung in den Verkehr gebracht. Die Normenreihe beschreibt in:

  • EN 1090-1 die Werkseigene Produktionskontrolle
  • EN 1090-2 die Schweißzertifikate für Stahl
  • EN 1090-3 die Schweißzertifikate für Aluminium

Die Einführung der WPK ist bei vielen Betrieben noch nicht abgeschlossen. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten eine ständige Eigenüberwachung einzuführen, die sicherstellen soll, dass die in den Verkehr gebrachten Produkte die deklarierten Leistungsmerkmale aufweisen.

Sobald eine WPK aufgebaut ist, muss diese von einem Zertifizierer überprüft werden. Eine Liste der Zertifizierer finden Sie in Anlage 1.

Abhängig davon, welche Bauteile gefertigt werden sollen, ist/sind zudem die Ausführungsklasse/n zu zertifizieren. Eine Übersicht über die Ausführungsklassen (EXC-execution class) finden Sie in Anlage 2.



Leistungserklärung (DoP-Declaration of Performance) ersetzt Konformitätserklärung

Die Leistungserklärung muss seit dem 1. Juli 2013 vom Hersteller für jedes mit einem CE-Zeichen zu versehende Bauprodukt zur Verfügung gestellt werden. Diese Leistungserklärung nach der EU-Bauproduktenverordnung (BauPVO) ersetzt die bisherige Konformitätserklärung nach Bauproduktenrichtlinie (BPR). Sie ist das zentrale Dokument, mit dem der Hersteller des Bauprodukts die Verantwortung für die Konformität seiner Produkte mit den erklärten Leistungen übernimmt. In der Leistungserklärung werden die wesentlichen Merkmale der Bauprodukte anhand harmonisierten Normen oder europäisch technischen Bewertungen präzisiert. Die Leistungserklärung muss die in Anhang 3 (BauPVO) festgelegten Informationen enthalten (siehe Anlage 3).

Betriebsführungssysteme

Managementsysteme im Handwerk

Wenn Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen sie in der Lage sein, flexibel und schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren. Dabei werden die Anforderungen immer komplexer: neue Märkte, wachsende Ansprüche der Kunden an Qualität und Preise, immer komplizierter erscheinende gesetzliche und behördliche Auflagen. Um trotzdem erfolgreich weiterarbeiten zu können, führen immer mehr Unternehmen »Managementsysteme« ein.

Die Handwerkskammer Wiesbaden unterstützt Betriebe im Vorfeld der Einführung durch Beratung über Sinn, Nutzen, Aufwand und Aufbau eines Managementsystems und zeigt Wege, wie die Einführung im Betrieb erfolgen kann.


Was sind Managementsysteme?

Managementsysteme dienen dazu, die Organisation und Abläufe eines Unternehmens zielgerichtet zu regeln und zu dokumentieren. Für nahezu jeden Bereich eines Unternehmens gibt es mittlerweile ein Managementkonzept oder -system. Eine erste grobe Orientierung bietet die Unterscheidung zwischen den Bereichen Qualität, Umweltschutz und Arbeitssicherheit bzw. Arbeitsschutz.


Wie funktionieren Managementsysteme?

Anhand von Fragebögen wird eine Betriebsübersicht erstellt, d. h. die einzelnen betrieblichen Abläufe werden genau beschrieben und analysiert. Als nächster Schritt wird festgelegt, welche Anforderungen an die einzelnen Bereiche zu stellen sind, welche davon schon erfüllt wurden und wo Defizite bestehen. Darauf aufbauend werden Maßnahmen geplant und durchgeführt, um die festgestellten Defizite zu beseitigen.

In der Folge wird regelmäßig überprüft,

  • ob die Maßnahmen greifen und
  • ob eventuell zusätzliche Maßnahmen zur Erreichung der Ziele oder bei veränderten Bedingungen ergriffen werden müssen.

Mit einem Managementsystem können somit die Betriebsabläufe kontinuierlich überprüft und an Veränderungen angepasst werden. Gerade für kleine Betriebe kann ein integriertes Managementsystem für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz eine sinnvolle Lösung sein, um den Aufbau paralleler Managementsysteme zu umgehen. Nach Einführung des Managementsystems kann eine Zertifizierung erfolgen, um damit zu dokumentieren, dass im Betrieb nach anerkannten Standards gearbeitet wird. Ein solches Zertifikat wird zunehmend von Kunden gefordert.

Betrieben, welche Interesse an der Einführung eines Managementsystems haben, helfen die Betriebsberater der Handwerkskammer gerne weiter.

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Dipl.-Ing. (FH) Günter Dunschen

Abteilungsleiter Technologie-, Umwelt- und Digitalisierungsberatung

Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-159
Telefax 0611 136-8159
guenter.dunschen--at--hwk-wiesbaden.de

Gefördert durch:

Hessisches Ministerium und Europäische Union - Fonds für regionale Entwicklung

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Dipl.-Biol. Hans-Peter Simon

Stv. Abteilungsleiter Technologie-, Umwelt und Digitalisierungsberatung

Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-164
Telefax 0611 136-8164
hans-peter.simon--at--hwk-wiesbaden.de

Gefördert durch:

Hessisches Ministerium und Europäische Union - Fonds für regionale Entwicklung

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Bierstadter Straße 45
65189 Wiesbaden
Telefon 0611 136-163
Telefax 0611 136-8163
peter.domaschka--at--hwk-wiesbaden.de

Gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieHessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen