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FAQs zur Corona-Krise - wichtige Hinweise!

+++ Update 7. Januar 2021 +++ Verlängerung des aktuellen Lockdowns bis 31. Januar 2021 beschlossen. Die neue Verordnung ist veröffentlicht.

Details zum Lockdown finden Sie bei der Frage „Welche Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie gelten aktuell für Handwerker in Hessen?“



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Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen

Was können Handwerker tun, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen?

 Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, beherzigen Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufiger am Tag gründlich mit Seife. Ebenso können Desinfektionsmittel hilfreich sein.
  • Halten Sie die übliche Husten- und Nies-Etikette ein. Niesen Sie z.B. stets in die Armbeuge. Sorgen Sie auch für eine baldige und sichere Entfernung von Einmal-Taschentüchern.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln und halten Sie nach Möglichkeit körperlichen Abstand (1,5 bis 2 Meter).
  • Bei begründetem Verdacht, selbst infiziert zu sein, gehen Sie nicht direkt in eine Arztpraxis, sondern melden Sie sich dort zunächst telefonisch.

Weitere Hinweise zu  Hygienemaßnahmen im Umgang mit Corona, auch für spezielle Berufsgruppen, finden Sie unter:

 arbeitssicherheit-hessen.de



Wie sollen Betriebe bei einem Verdachtsfall im Unternehmen oder bei infizierten Mitarbeitern reagieren?

Treten bei Mitarbeitern Ihres Betriebes Symptome einer Corona-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem wird Sie das Gesundheitsamt darüber informieren, wie Sie sich zu verhalten haben.



Können Selbständige, Arbeitgeber und Arbeitnehmer Entschädigungen beantragen, wenn sie wegen Quarantänemaßnahmen oder Tätigkeitsverboten oder auch aufgrund von Kita- und Schulschließungen Verdienstausfälle erleiden?

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantänemaßname und eines Tätigkeitsverbotes nach dem Infektionsschutzgesetz kann unter bestimmten Umständen eine Entschädigung beantragt werden.

Gleiches gilt für berufstätige Eltern von betreuungsbedürftigen Kindern bis zu zwölf Jahren, deren Kita oder Schule geschlossen wurde.

Hessen und die meisten anderen Bundesländern haben hierzu ein gemeinsames Onlineportal geschaltet. Dieses Portal enthält umfassende Informationen über die Voraussetzungen und das Verfahren für die Entschädigung.
Auch die Antragstellung selbst ist über das Portal möglich:

Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

 Merkblatt zu Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz



Welche Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie gelten aktuell für Handwerker in Hessen?

+++ Update +++ 7. Januar 2021

Der aktuelle Lockdown wurde bis vorerst 31. Januar 2021 verlängert. Für das Handwerk in Hessen bedeutet dies:

  • Handwerkliche Dienstleistungen dürfen weiterhin ausgeübt werden. Erlaubt bleibt sowohl die Tätigkeit beim Kunden und auf der Baustelle als auch der Werkstattbetrieb.

  • Friseur- und Kosmetikbetriebe sowie Fußpflege- und Nagelstudios müssen ihre Tätigkeit einstellen. Dies gilt sowohl für die stationäre als auch für die mobile Dienstleistung. Medizinisch notwendige Behandlungen der Podologie und der medizinischen Fußpflege darf nur durchführen, wer zum Führen der Berufsbezeichnung Podologe oder medizinischer Fußpfleger berechtigt ist.

  • Läden des Einzelhandels sind grundsätzlich geschlossen. Ausgenommen hiervon sind Geschäfte mit Waren der Grundversorgung, wie etwa Lebensmitteln. Geöffnet bleiben daher auch Reform- und Sanitätshäuser, Augenoptiker und Hörakustiker.

  • Für geschlossene Verkaufsstätten sowie Friseur- und Kosmetikbetriebe gilt: Produktbestellungen dürfen auch während des Lockdowns entgegen genommen werden (telefonisch, online, per E-Mail etc.). Die bestellte Ware darf ausgeliefert und auch vom Kunden abgeholt werden.

  • Betriebe des Lebensmittelhandwerks dürfen keine Speisen und Getränke zum Verzehr vor Ort anbieten. Erlaubt bleibt die Abholung sowie die Lieferung von Speisen und Getränken.

Für Landkreise mit hohem Infektionsgeschehen soll eine Ausgangsbeschränkung ab 15 Kilometern vom Wohnort gelten. Wege zur Arbeitsstätte bzw. zum beruflichen Einsatzort werden davon aber ausgenommen. Eine Musterbescheinigung für Mitarbeiter finden Sie hier:  Bescheinigung des Arbeitgebers zum Nachweis der Gestattung des Hin- und Rückwegs zur jeweiligen Arbeitsstätte aufgrund einer verfügten Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Für alle Handwerksbetriebe gilt: Die konkrete Beurteilung vor Ort obliegt den Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden. Deren Entscheidungen ist Folge zu leisten.



 Weitere Infos:

   Verordnung über Kontakt- und Betriebsbeschränkungen

   Auslegungshinweise zur Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie, Stand 8. Januar 2021



Welche Auflagen zur Maskenpflicht und zur Hygiene sind zu beachten?

In allen Arbeits- und Betriebsstätten ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Eine Ausnahme gilt für den eigenen Arbeitsplatz, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten werden kann. Auch Mitarbeiter, die gar keinen Kontakt zu anderen Personen haben, müssen keine Maske tragen. Eine Ausnahme von der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung besteht außerdem, wenn andere mindestens gleichwertige Schutzmaßnahmen getroffen wurden, insbesondere durch Trennvorrichtungen. 

In Verkaufs- und Ausstellungsflächen, die für Kunden zugänglich sind, müssen alle Anwesenden ab sechs Jahren Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Darüber hinaus gilt, dass jedem Kunden zehn Quadratmeter der begehbaren Fläche zur Verfügung stehen müssen; bei großen Verkaufs- und Ausstellungsflächen, die über 800 Quadratmetern hinausgehen, ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern erlaubt. Auf die einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln muss durch Aushänge hingewiesen werden.

Mitarbeiter in Körperpflegebetrieben, wie etwa Friseursalons, müssen während des Kundenkontakts durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Auch die Kunden der Körperpflegebetriebe haben die Maske während des gesamten Aufenthalts aufzubehalten. Wichtig: "Gesichtsvisiere" aus Kunststoff gelten nicht als ausreichende Mund-Nase-Bedeckung! Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung keine Maske tragen können. Außerdem darf die Mund-Nase-Bedeckung abgenommen werden, wenn und solange die konkrete Dienstleistung dies erfordert.

Zu beachten sind außerdem die Hinweise der Berufsgenossenschaft zum Arbeitsschutz. Für das Friseurhandwerk und für das Kosmetikergewerbe hat die Berufsgenossenschaft BGW aktuelle Arbeitsschutzstandards und weitere Informationen herausgegeben. Diese werden auf der Internetseite der BGW fortlaufend aktualisiert. Zudem gibt es eine Hotline der Berufsgenossenschaft BGW, unter der sich deren Mitgliedsbetriebe informieren können: 040 20207-1880.

 Aktuelle Arbeitsschutzstandards für Friseurbetriebe und FAQ zur Erläuterung

 Aktuelle Arbeitsschutzstandards für Kosmetikstudios FAQ zur Erläuterung

Reinigungs- und Desinfektionsplan

Verhaltensregeln für Kunden zum Friseurbesuch

Hinweis zur Mund-Nasen-Bedeckung



Kapitalbedarf und Finanzierung



Welche Hilfen gibt es, damit mein Unternehmen liquide bleibt?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen Kredit- und Bürgschaftsprogramme des Landes bereit. Dazu zählen:

  • Außerordentliche Wirtschaftshilfe November und Dezember
    Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen viele Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen direkt oder indirekt durch angeordnete Schließungen. Die Bundesregierung unterstützt deshalb alle diese Betroffenen mit einer "außerordentlichen Wirtschaftshilfe", der sogenannten Novemberhilfe/Dezemberhilfe. Alle diese Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe in Form von Zuschüssen. Für die Dezemberhilfe gelten jedoch nur solche Unternehmen und Soloselbständige als direkt betroffen, die den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten. Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 bzw. Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen. Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden. Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.
    Weitere Informationen finden Sie hier:  Antragsverfahren für November-/Dezemberhilfen ist freigeschaltet
    Die Dezemberhilfe
    Mit der Dezemberhilfe werden im Grundsatz erneut Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im Dezember 2020 gewährt. Das europäische Beihilferecht erlaubt eine Förderung von derzeit insgesamt bis zu einer Million Euro ohne konkrete Nachweise eines Schadens. Soweit es der beihilferechtliche Spielraum der betroffenen Unternehmen angesichts schon bislang gewährter Beihilfen zulässt, wird für die allermeisten Unternehmen der Zuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats auf dieser Grundlage gezahlt werden können.
    Die Antragstellung der Dezemberhilfe ist ab sofort möglich.
    Die Antragstellung wird aber wieder über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) erfolgen können. Der Antrag wird wie bei der Novemberhilfe über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder andere Dritte erfolgen. Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER-Zertifikat direkt stellen.
  • Überbrückungshilfe:
    Die Überbrückungshilfe soll branchenübergreifend kleinen und mittelständischen Unternehmen gewährt werden, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Die Überbrückungshilfe soll den Besonderheiten stark betroffener Branchen Rechnung tragen. www.hwk-wiesbaden.de/ueberbrueckungshilfe 
  • Hessen-Mikroliquidität (Anträge nur bis zum 15. Dezember 2020 möglich):
    Das Land Hessen bietet über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ein spezielles Hilfsprogramm für Kleinunternehmen an, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Gefördert werden Unternehmen mit maximal 50 Vollzeit-Beschäftigten mit einem Direkt-Kredit der WIBank von 3.000 bis maximal 35.000 Euro. Dieser Überbrückungskredit dient zur kurzfristigen Abdeckung des Finanzbedarfs für bestehende Unternehmen und Selbständige. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre bei zwei tilgungsfreien Jahren mit einem festen Zinssatz von 0,75 Prozent pro Jahr. Es werden weder Sicherheiten noch Gebühren oder weitere Kosten verlangt.
  • Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU):
    Über die Hausbank stellt die WIBank ein Nachrangdarlehen in Höhe von mindestens 5.000 Euro bis maximal 200.000 Euro zur Verfügung. Ab 01.08.2020 wird der Maximalbetrag auf 500.000 € erhöht. Die Darlehen werden in diesem Förderprogramm ab diesem Zeitpunkt unter der „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ und nicht mehr als De-minimis-Beihilfe gewährt. Neben der hierdurch möglichen Steigerung des Darlehenshöchstbetrages ergeben sich für die begünstigten Unternehmen somit weitere zukünftige Förder-Spielräume unter den bestehenden Beilhilfe-Regelungen. Die Hausbank stellt als notwendige Kofinanzierung zusätzliche eigene Darlehensmittel in Höhe von weiteren 20 Prozent der Summe bereit. Diese Finanzierungsmittel sollen zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation dienen und den Unternehmen die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglichen. Die Darlehenslaufzeit beträgt zwei Jahre mit endfälliger Tilgung oder alternativ fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 1,25 Prozent p.a. nominal.
    Weitere Infos unter:  www.wibank.de/wibank/liquiditaetshilfe
  • Kapital für Kleinunternehmen (KfK):
    Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Infos unter:  www.wibank.de/kfk  
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW):
    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten.
    Weitere Infos unter:   www.wibank.de/guw  
  • Bürgschaften:
    Die Bürgschaftsbank Hessen GmbH hat ihr Angebot massiv erweitert:
    - Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro
    - Erhöhung der Bürgschaftsquote auf durchgängig bis zu 80 % für Betriebsmittel
    - Laufzeit der Bürgschaft bis zu 8 Jahren möglich
    - Verbesserte Bedingungen für Expressbürgschaften bis 250.000,- Euro (inklusive bereits bestehendem Bürgschaftsobligo)
    Diese Maßnahmen sind zunächst befristet bis Ende 2020. Mit den Bürgschaften können Kredite, die Betriebe über ihre Hausbank beantragen, besichert werden. Das beantragende Unternehmen sollte dabei in den Jahren vor der Krise wirtschaftlich erfolgreich gewesen sein. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.
    Checkliste zu den erforderlichen Prüfungsunterlagen: Bürgschaftsbank Checkliste Corona
    Weitere Infos unter:  https://bb-h.de/corona/ 

    Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften in der Regel über 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Infos unter: www.wibank.de/landesbuergschaften

Vergleichbare Hilfen bietet der Bund an. Weitere Infos unter:   www.wibank.de/wibank/corona

Eine Übersicht über die Förderprogramme finden Sie zum Download unter:   wirtschaft.hessen.de



KfW-Kreditprogramm zur Corona-Krise

Handwerksbetrieben, die bis Ende 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, durch die Corona-Krise aber in finanzielle Schieflage geraten sind, stellt die KfW spezielle Förderprogramme zur Verfügung.

Die Bundesregierung verlängert das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, voraussichtlich bis zum 30.6.2021. Ab dem 9.11.2020, steht der KfW-Schnellkredit auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist ab dem 16.11.2020 auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Den passenden Kreditantrag für Ihre Hausbank können Sie hier vorbereiten: corona.kfw.de

Das hilft Ihrer Bank, den Kreditantrag schnellstmöglich an die KfW weiterzuleiten.

FAQ-Liste des ZDH   www.zdh.de/fachbereiche/wirtschaft-energie-umwelt/finanzierung/kfw-schnellkredit/



Gibt es steuerliche Erleichterungen für Betriebe, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind?

Ja. Das Bundesfinanzministerium hat eine umfassende Information über die steuerlichen Erleichterungen in der Corona-Krise herausgegeben:

www.bundesfinanzministerium.de

Weitere Infos unter:   www.bundesfinanzministerium.de

Aktueller Hinweis: Im Hinblick auf auslaufende Stundungen von Steuerverbindlichkeiten sollte geprüft werden, ob gegebenenfalls die Stellung eines Antrags auf Anschlussstundung notwendig ist. Hierzu sind zusammen mit einem Steuerberater die wirtschaftlichen Verhältnisse des Betriebes sowie die unmittelbar bestehende Betroffenheit von der Corona-Pandemie nachzuweisen.

Weitere Informationen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH):   Rundschreiben: Corona - Laufzeit von gewährten Stundungen und mögliche Anschlussstundungen prüfen



Können Betriebe in finanzieller Notlage eine Stundung ihrer Sozialversicherungsbeiträge beantragen?

Ja. Mit dem nachfolgenden Musterantrag können Betriebe in finanzieller Notlage eine erleichterte Stundung der Sozialversicherungsbeiträge beantragen. Nähere Einzelheiten sind dem untenstehenden Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes zu entnehmen.

Weitere Infos: GKV Rundschreiben zur Stundung von SV-Beiträgen

Musterantrag zur Stundung



Sind Berufsgenossenschaften zur Stundung der Unfallversicherungsbeiträge bereit?

Die Mehrheit der Berufsgenossenschaften (BG) bieten Handwerksbetrieben, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, schnelle und unbürokratische Hilfe an. Das können Stundungen oder auch Ratenzahlungsvereinbarungen sein. Nähere Informationen zu den einzelnen BG finden Sie in den nachfolgenden Links:

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM):  www.bghm.de

Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM):  www.bgetem.de

Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN):  www.bgn.de

Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau):  www.bgbau.de



Können Beitragszahlungen zur Handwerkerrentenversicherung ausgesetzt werden?

Ja. Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen.

Weitere Infos:  www.deutsche-rentenversicherung.de



Was sollten Handwerksbetriebe veranlassen, wenn sie aufgrund der Coronakrise derzeit ihren Kammerbeitrag nicht zahlen können?

Bitte nehmen Sie Kontakt mit unserer Beitragsabteilung auf, entweder telefonisch unter 0611 136-0 oder per E-Mail unter beitrag@hwk-wiesbaden.de. Wir werden uns bemühen, mit Ihnen zusammen eine Lösung zu finden.



Kurzarbeit



Gibt es Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise?

Wenn die sonst übliche Arbeitszeit aufgrund der Corona-Krise wesentlich verringert wird oder ganz wegfällt, kommt Kurzarbeit in Betracht. Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld geschaffen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal erstattet.
  • Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Für Anträge, Detailfragen und die Auszahlung ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

Weitere Infos unter:

www.arbeitsagentur.de



Ist Kurzarbeit auch bei Auszubildenden möglich?

Kurzarbeit ist bei Auszubildenden nur sehr eingeschränkt möglich. Zuvor müssen alle in Betracht kommenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten.
Weitere Infos unter:   www.frankfurt-main.ihk.de

Eine Alternative zur Kurzarbeit könnte es sein, eine Ausbildung in Teilzeit zu vereinbaren. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt: Ausbildung in Teilzeit



Lieferungs- oder Auftragsausfälle



Was ist zu tun, wenn Lieferungen ausbleiben und Aufträge nicht erfüllt werden können?

In der aktuellen Krisensituation kommt es bei Handwerksbetrieben ebenso wie ihren Lieferanten nicht selten zu Betriebsschließungen sowie zu Materialengpässen. Dadurch können vertragliche Verpflichtungen oft nicht wie vereinbart erbracht werden. Es stellen sich dann Fragen nach möglichen Ansprüchen der Handwerksbetriebe gegenüber ihren Lieferanten und zu den Pflichten der Handwerker gegenüber ihren Kunden. Antworten liefert ein aktuelles Informationsblatt des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks:  Zivilrechtliche Folgen von Leistungsausfällen auf Verträge mit Kunden und Lieferanten

Grundsätzlich sollten Handwerksbetriebe, die ihre vertraglich vereinbarten Leistungen in der aktuellen Situation nicht erbringen können, ihre Kunden zeitnah informieren und gemeinsam mit diesen nach einvernehmlichen Lösungen suchen.



Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer



Müssen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erscheinen, obwohl sie befürchten, sich auf dem Weg dorthin oder bei Kollegen anzustecken?

Die Pflicht zur Arbeitsleistung besteht nach wie vor uneingeschränkt. Ein nicht erkrankter Arbeitnehmer kann seine Arbeitsleistung nicht verweigern, weil sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht. Das gleiche gilt auch bei der Rückkehr eines anderen Mitarbeiters aus einer gefährdeten Region.



Können Arbeitnehmer verlangen, im Homeoffice zu arbeiten?

Ein Anspruch des Arbeitnehmers, von zu Hause aus zu arbeiten, besteht nicht. Telearbeit stellt verschiedene Anforderungen an alle Beteiligten, zum Beispiel auch an die technische Infrastruktur. Zu bedenken sind ferner Aspekte des Datenschutzes, der Datensicherheit, des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit sowie versicherungstechnische Fragen.



Wie ist die Rechtslage, wenn Arbeitnehmer oder auch der Betriebsinhaber selbst in Quarantäne bleiben müssen?

Bitte informieren Sie sich unter "Arbeitsschutz und behördliche Maßnahmen"



Dürfen Arbeitnehmer zum Betrieb fahren obwohl am Wohn- oder Betriebsort eine Ausgangssperre gilt?

Die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit befreit in der Regel von der Ausgangssperre. Hierzu zählt auch der notwendige Weg zum Betrieb bzw. zum Einsatzort sowie die Erbringung von Dienstleistungen vor Ort. Die konkreten Bedingungen entnehmen Sie bitte der lokal oder regional gültigen Verordnung.

 Bescheinigung für Arbeitnehmer bei Ausgangssperre



Haben am Coronavirus erkrankte Mitarbeiter Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Arbeitnehmer, die infolge der Viruserkrankung arbeitsunfähig sind, haben den normalen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz, wie bei jeder anderen Krankheit auch. Allerdings besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nur dann, wenn den Arbeitnehmer kein Verschulden an der Erkrankung trifft. Ein Verschulden kommt etwa in Betracht, wenn der Mitarbeiter gegen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verstoßen hat. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, auf Verlangen des Arbeitgebers die für die Entstehung der Krankheit erheblichen Umstände im Einzelnen darzulegen.



Infos für Ausbilder und Auszubildende sowie für Meisterschüler und Dozenten



Finden in den Berufsbildungs- und Technologiezentren der Handwerkskammer Wiesbaden Kurse statt?

Ja. Das Kursangebot findet unter strikter Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen statt. Auf dem gesamten Gelände der Bildungszentren, innerhalb der Gebäude sowie in den Werkstätten und Theorieräumen besteht Maskenpflicht. 

Die Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) sind zum Teil auf vier Tage verkürzt. Konkrete Hinweise können der Einladung zum jeweiligen ÜLU-Kurs zu entnehmen.

 

Finden bei der Handwerkskammer Wiesbaden Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen statt?

Alle für den Winter 2020/2021 anstehenden Gesellen-, Abschluss- und Teil 2-Prüfungen werden unter Beachtung der vorgegebenen Handlungsempfehlungen im Kontext der Corona-Pandemie durchgeführt. Die Geschäftsstellen der Prüfungsausschüsse bei den örtlichen Kreishandwerkerschaften befinden sich in den Planungen und werden alle zur Prüfung anstehenden Lehrlinge rechtzeitig über die Prüfungstage informieren.



Finden bei der Handwerkskammer Wiesbaden derzeit Meistervorbereitungskurse oder andere Fort- und Weiterbildungen statt?

Ja. Meistervorbereitungskurse sowie andere Fort- und Weiterbildungen finden wie geplant statt.



Was gilt für Meister- und Fortbildungsprüfungen?

Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf der Seite der  Meister- und Fortbildungsprüfungen  oder der  Berufsbildungs- und Technologiezentren



Besteht für Auszubildende eine Anwesenheitspflicht im Betrieb an den Tagen, an denen der Berufsschulunterricht eventuell ausfällt?

Ja. Anstelle des Berufsschulunterrichtes gilt die reguläre Anwesenheitspflicht im Betrieb. Werden den Auszubildenden von der Berufsschule für die Zeit des Unterrichtsausfalls jedoch Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung per Email übersandt, dann haben sich die Auszubildenden mit dem Ausbildungsbetrieb abzustimmen, wann und wo diese Aufgaben bearbeitet werden.



Gibt es finanzielle Unterstützungen für Ausbildungsbetriebe?

Ja. Unter "Förderprogramme für Ausbildungsbetriebe" finden Sie die aktuellen Unterstützungsangebote des Bundes und der hessischen Landesregierung.



Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Corona)

Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat eine hilfreiche Corona-Checkliste für Unternehmen zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Checkliste können zahlreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebsablaufs und zur Sicherstellung der Liquidität abgearbeitet werden.

Corona-Checkliste

Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden Sie den stets aktualisierten Sachstand zum Thema Coronavirus sowie Hinweise zu vorbeugenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen.

www.rki.de

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um diese Thematik zusammengestellt.

   www.zdh.de

Auch auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit ist der jeweils tagesaktuelle Kenntnisstand zum Coronavirus zusammengefasst.

  www.bundesgesundheitsministerium.de

Auf der Seite des Hessisches Ministerium für Soziales und Integration ist der jeweils aktuelle Stand zum Coronavirus mit Informationen für Hessen zusammengefasst.

  soziales.hessen.de

Viele Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Coronavirus sind darüber hinaus auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.

  www.infektionsschutz.de

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat häufige Fragen und Antworten zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen zusammengefasst.

   www.bmas.de

Zu arbeitsrechtlichen Folgen für Handwerksbetriebe finden Sie einen Praxisleitfaden in Form eines PDF-Dokuments auf der Seite der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

  www.arbeitgeber.de - Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie

Informationen des Auswärtigen Amtes.

  www.auswaertiges-amt.de





Ihre Ansprechpartner



Unsere Corona-Hotline ist für Sie aktiv:

Telefon 0611 136-333
Mo. - Do. von 7:30 bis 16:00 Uhr
Fr. von 7:30 bis 14:00 Uhr

Fragen zu Gesundheit und Arbeitsschutz:

Deist_Ingvar

Dipl.-Ing. Ingvar Deist
Beratungsstelle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung im Betrieb der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern

Telefon 0611 136-169
Telefax 0611 136-8169
ingvar.deist--at--handwerk-hessen.de

Rechtliche Fragen:

Bruns_Markus_1_0793 Handwerkskammer Wiesbaden

RA Markus Bruns, LL.M.
Abteilungsleiter Recht und Sozialrecht

Telefon 0611 136-104
Telefax 0611 136-8104
markus.bruns--at--hwk-wiesbaden.de

Schober_Matthias_1_0754 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass.jur. Matthias Schober
Hauptabteilungsleiter Recht und Handwerksrolle

Telefon 0611 136-123
Telefax 0611 136-8123
matthias.schober--at--hwk-wiesbaden.de



Betriebswirtschaftliche Fragen (Vermittlung an den jeweiligen Ansprechpartner durch das Sekretariat):

Sabine Jaeger
Betriebswirtschaftliche Beratung

Telefon 0611 136-129
Telefax 0611 136-8129
sabine.jaeger--at--hwk-wiesbaden.de



Fragen zur Ausbildung:

ÜLU

Yannik Ammon
Administration BTZ I

Telefon 0611 136-422
Telefax 0611 136-8422
yannik.ammon--at--hwk-wiesbaden.de

Zwischen-, Abschluss- und Gesellenprüfungen

Maletzke_Andreas_1_0971 Handwerkskammer Wiesbaden

Ass. jur. Andreas Maletzke
Abteilungsleiter Ausbildung, Lehrlingsrolle und Gesellenprüfungen

Telefon 0611 136-103
Telefax 0611 136-8103
andreas.maletzke--at--hwk-wiesbaden.de

Fragen zur Fort- und Weiterbildung:

Fort- und Weiterbildungslehrgänge

Lange, Claudia Handwerkskammer Wiesbaden

Claudia Lange
Bildungsberaterin

Telefon 0611 136-550
Telefax 0611 136-8550
claudia.lange--at--hwk-wiesbaden.de



Meister- und Fortbildungsprüfungen



Gocke_Holger_0404 Handwerkskammer Wiesbaden

Holger Gocke M.A.
Abteilungsleiter Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-113
Telefax 0611 136-8113
holger.gocke--at--hwk-wiesbaden.de

Alexandra Hück
Meister- und Fortbildungsprüfungen

Telefon 0611 136-134
Telefax 0611 136-8134
alexandra.hueck--at--hwk-wiesbaden.de

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Bettina Schneider
Meister- und Fortbildungsprüfungen

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