Schüler und Schülerinnen erkunden die Metallwerkstatt und probieren sich am Formen einer Metallrose.
Handwerkskammer Wiesbaden

"Handwerk live" im Wetzlarer Berufsbildungs- und TechnologiezentrumAusprobieren, anpacken, Perspektiven entdecken

Mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler haben bei "Handwerk live" im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Lahn-Dill "Arnold-Spruck-Haus" in Wetzlar die Vielfalt handwerklicher Berufe kennengelernt. In offenen Werkstätten und an Informationsständen konnten sie selbst ausprobieren, worauf es in den einzelnen Gewerken ankommt.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der Handwerkskammer Wiesbaden und der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill. Unterstützt wurde das Format von der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar und dem Handwerk Mittelhessen e. V. Einblicke gab es in die Bereiche Dachdecker und Bau, Friseur, Kraftfahrzeugtechnik, Maler, Metall und Schweißtechnik sowie Sanitär-Heizung-Klimatechnik.

Ausprobieren statt nur zuschauen

An den Mitmachstationen war handwerkliches Geschick gefragt. Die Jugendlichen konnten Kunststoffrohre verformen, Metallrosen herstellen, Schieferplatten bearbeiten oder sich im Mauerbauen versuchen. Sie nahmen auf einem Bagger Platz, testeten einen Fahrsimulator, stylten Haare und traten beim Radwechsel auf Zeit gegeneinander an. So erhielten sie einen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Tätigkeiten und Anforderungen im Handwerk sind.

 

Präsentation von Spenglerarbeiten an einem Stand der Berufsorientierungsveranstaltung Handwerk live.
Handwerkskammer Wiesbaden

Besucher und Besucherinnen probieren sich im Handwerk aus.
Handwerkskammer Wiesbaden

Mauerer und Betonbauer zeigen wie man eine Mauer hochzieht und erklären den Besuchenden ihren Beruf.
Handwerkskammer Wiesbaden

Am Stand der Dachdecker können die Besucher Schiefer zu einem Herz schlagen.
Handwerkskammer Wiesbaden

 

Über die Angebote informierten sich bei einem gemeinsamen Rundgang auch Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Politik und Arbeitsverwaltung. Mit dabei waren die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar Petra Kern, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill Andreas Groß, Landrat des Lahn-Dill-Kreises Carsten Braun, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar Manfred Wagner, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden Stefan Füll, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden Pierre Schlosser, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill Sebastian Hoffmanns und der Obermeister der Metall-Innung Lahn-Dill Thomas Immel.

Durch die Werkstätten geführt wurden sie von Ausbildungsmeister und Standortkoordinator Oliver Schäfer sowie Linn-Majbrit Hunsmann aus der Abteilung Nachwuchsgewinnung und Berufsorientierung der Handwerkskammer Wiesbaden. Landrat Carsten Braun hob hervor, dass Berufe erlebt und nicht nur beschrieben werden müssten. Beim praktischen Ausprobieren könnten erste Ideen für den eigenen Berufsweg entstehen und persönliche Talente sichtbar werden. Petra Kern verwies auf die Karriere und Entwicklungsmöglichkeiten einer dualen Ausbildung. Berufliche Bildung verdiene die gleiche gesellschaftliche Wertschätzung wie akademische Bildung und sei für die Sicherung von Fachkräften unverzichtbar. Oberbürgermeister Manfred Wagner zeigte sich besonders von der Begegnung auf Augenhöhe und der Unterstützung durch die Ausbildungs-Guides überzeugt. Das Format mache die Vielfalt beruflicher Perspektiven im Handwerk sichtbar und biete jungen Menschen wertvolle Orientierung.

 

Direkter Kontakt zu Ausbildungsbetrieben

Ergänzt wurden die Werkstattangebote durch eine Lehrstellen- und Praktikumsbörse. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler mit Betrieben ins Gespräch kommen, sich über Ausbildungsberufe informieren und Möglichkeiten für Praktika und Ausbildungsplätze kennenlernen. Damit verband die Veranstaltung praktische Einblicke mit der Möglichkeit, die nächsten Schritte auf dem Weg in eine Ausbildung vorzubereiten.

Kammerpräsident Stefan Füll zog ein positives Fazit. "Handwerk Live schafft Begegnungen, aus denen berufliche Entscheidungen wachsen können. Wer junge Menschen früh für das Handwerk gewinnt, stärkt damit zugleich die Betriebe und die Zukunft der Region."

Portraitfoto von Linn Hunsmann

me. Linn-Majbrit Hunsmann

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