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30.01.2025: Mehr als 27.000 Handwerksbetriebe im KammerbezirkBetriebszahlen in 2025 leicht gestiegen

Die Zahl der Handwerksbetriebe ist im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden in Ober-, West- und Mittelhessen gestiegen.

„Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren in der Handwerksrolle 27.218 Betriebe eingetragen. Das sind 74 Betriebe und damit 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor“, teilte Hauptgeschäftsführer Pierre Schlosser mit. Während bei den zulassungspflichtigen Handwerken ein Rückgang von 273 Betrieben (-1,6 Prozent) auf insgesamt 17.078 Betriebe zu verzeichnen ist, melden die zulassungsfreien Handwerke ein Plus von 305 Betrieben (+4,4 Prozent) auf 7.195 Betriebe. Ein Zuwachs von 42 Betrieben (+1,4 Prozent) auf 2.945 Betriebe ist bei den handwerksähnlichen Gewerken zu erkennen.

 

Großes Plus bei Gebäudereinigern und Kosmetikern

Bei den Handwerksbetrieben mit Meisterpflicht gab es die größten Zuwächse bei den Fleischern (+26), den Installateuren und Heizungsbauern (+22) sowie den Elektrotechnikern (+12). Die stärksten Rückgänge innerhalb dieser Gruppe zeigten sich bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (-116) sowie den Raumausstattern (-79). Bei den zulassungsfreien Handwerken entfiel der größte Zuwachs auf die Gebäudereiniger (+188). Ebenfalls deutlich wuchs die Zahl der Kosmetiker (+88). 

Bei den handwerksähnlichen Gewerken ist bei den Bodenlegern (+55) der größte Anstieg dokumentiert, während beim Einbau von genormten Baufertigteilen (-19) und den Eisenflechtern (-12) ein Rückgang zu verzeichnen ist.

Die statistische Entwicklung im Kammerbezirk folgt dem landes- und bundesweiten Trend.

 

Mehr Handwerksbetriebe in Wiesbaden und dem Landkreis Limburg-Weilburg, weniger im Lahn-Dill-Kreis

Hinsichtlich der Entwicklung der Betriebszahlen gibt es in den jeweiligen Landkreisen im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden regionale Unter-schiede. Die größten Zuwächse gab es unter anderem im Landkreis Gießen mit 36 Betrieben (1,1 Prozent) auf insgesamt 3.264 Betriebe, der Landes-hauptstadt Wiesbaden (kreisfreie Stadt) mit 61 Betrieben (1,6 Prozent) auf 3.780 Betriebe und im Landkreis Limburg-Weilburg mit 21 Betrieben (0,8 Prozent) auf 2.652 Betriebe. Ein Rückgang war hingegen unter anderem im Lahn-Dill-Kreis mit einem Minus von 15 Betrieben (-0,5 Prozent) auf 3.233 Betriebe und dem Wetteraukreis mit einem Minus von 23 Betrieben (-0,5 Prozent) auf 4.250 Betriebe zu verzeichnen.

Detailliertere Informationen zu allen Landkreisen sind in der beigefügten Landkreisstatistik aufgeführt.

 

Zur Erläuterung

Nach der Handwerksordnung, dem 1953 eingeführten und mehrfach novellierten Regelwerk für den Wirtschaftsbereich Handwerk, werden die 146 Handwerke und handwerksähnlichen Gewerbe in die drei folgenden Gruppen unterteilt:

  1.  Zulassungspflichtige Handwerke (Anlage A der Handwerksordnung)
    53 Handwerke, für deren Ausübung ein Befähigungsnachweis (bestandene Meisterprüfung oder gleichwertiger Abschluss staatlich anerkannter Bildungseinrichtungen) bzw. erteilte Ausnahmebewilligungen und Ausübungsberechtigungen vorgeschrieben sind.
  2. Zulassungsfreie Handwerke (Anlage B1 der Handwerksordnung)
    41 Handwerke, für deren Ausübung kein Befähigungsnachweis vorgeschrieben ist. Ein Qualifikationsnachweis ist jedoch auf freiwilliger Basis möglich.
  3. Handwerksähnliche Gewerbe ( Anlage B2 der Handwerksordnung)
    51 handwerksähnliche Gewerbe, für deren Ausübung kein Befähigungsnachweis vorgeschrieben ist. Ein Qualifikationsnachweis ist jedoch auf freiwilliger Basis möglich.

Maximilian Deheck M.A.

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