Handwerkskammer Wiesbaden

Startpunkt Ausbildung (1) – Maja Rixen, angehende MaßschuhmacherinEin Beruf, der wirklich passt

Maja Rixen, derzeit im zweiten Ausbildungsjahr, ist angehende Maßschuhmacherin bei Schuhmachermeister Carsten Schatz in Wetzlar.

 

Maja, wie bist du erstmals auf deinen Ausbildungsberuf aufmerksam geworden?

Dadurch, dass ich selbst ziemlich kleine Füße, und somit immer Probleme habe, passende und schöne Schuhe zu finden, liegt mir persönlich viel daran, gut passende Schuhe möglichst lange zu erhalten. Daher habe ich schon immer meine eigenen Schuhe zum Reparieren zum Schuhmacher gebracht. Da mein Hobby das Tanzen ist und besonders das Kaufen von Tanzschuhen in kleinen Größen sehr schwierig ist, kam mir zusätzlich irgendwann die Idee, meine eigenen Schuhe bauen zu wollen. 

 

Was hat dich persönlich davon überzeugt, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen?

Nachdem ich mein Abitur absolviert hatte, hatte ich nicht das Gefühl, etwas Nachhaltiges daraus mitgenommen zu haben. Ich habe schon immer lieber praktisch gearbeitet und durch eine Ausbildung in Handwerk habe ich, wie erhofft, eine sinnvolle Beschäftigung gefunden, durch die ich jeden Tag sehe, dass es nicht egal ist, was ich mache.

 

Wie hast du deinen Ausbildungsbetrieb gefunden und was war für deine Entscheidung ausschlaggebend?

Schon meine Uroma hat ihre Schuhe zur Reparatur in meinen jetzigen Ausbildungsbetrieb gebracht und in der 9. Klasse habe ich ein Schulpraktikum dort absolviert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich, als die Entscheidung anstand, wie es nach der Schule weitergehen soll, ein einjähriges Praktikum in dem Betrieb absolviert habe. Als ich mir danach immer noch vorstellen konnte, ins Handwerk zu gehen, habe ich mich als Auszubildende beworben.

 

Welche Erfahrung während deiner Ausbildung hat dich bisher am meisten überrascht?

Wie viele junge Frauen ihre Ausbildung zur (Orthopädie-)Maßschuhmacherin mit mir zusammen begonnen haben. Natürlich ist das leider nicht für das gesamte Handwerk repräsentativ, gleichzeitig lässt es mich positiv in die Zukunft blicken.

 

Was schätzt du heute an deiner Ausbildung und an deinem Ausbildungsbetrieb besonders?

Besonders das familiäre und sehr gute Verhältnis sowohl innerhalb des Betriebs, als auch mit der Kundschaft. Ich gehe jeden Tag gerne auf die Arbeit und habe in der Werkstatt das Gefühl, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Schon mit Beginn meiner Ausbildung hat mein Chef mir viele Aufgaben selbst zugetraut, wodurch ich mich von Anfang an produktiv ins Team einbringen konnte.

 

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