Christoph Pfündner, Meister im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk in seinem Lager mit einem Rollladen unter dem Arm.
Christoph Pfündner

Meisterporträt (7): Christoph Pfündner, Meister im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk Den Familienbetrieb fortführen

Der Meisterbrief ist das Herzstück des Handwerks. Jedes Jahr absolvieren rund 400 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Wiesbaden in bis zu 25 verschiedenen Gewerken. Vom Prüfungsjahrgang 2021 dürfen sich insgesamt 13 Jungmeisterinnen und Jungmeister "Jahresbeste" nennen. Sie haben mit mindestens guter Gesamtleistung ihre Meisterprüfung erfolgreich absolviert. Was die Beweggründe für den Meister in ihrem Handwerk waren, das berichten sie in einem kurzen Interview.

Warum haben Sie den Meister gemacht?

2018 bin ich aktiv in unseren Familienbetrieb eingestiegen, welchen ich perspektivisch gerne übernehmen möchte. Aus diesem Grund habe ich den Meister gemacht, obwohl ich keine klassische Ausbildung durchlaufen habe. Nachdem ich mein BWL-Studium absolviert habe, war mein Ziel, den Handwerksmeister zu machen, um mein handwerkliches Wissen, welches ich mir über die Jahre in unserem Familienbetrieb angeeignet habe, zu erweitern.

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AdobeStock- U.J. Alexander

Wo und wie haben Sie die Meisterkurse besucht?

Den Meisterkurs habe ich in Wiesbaden in Vollzeit besucht. Ich hatte einen weiten Anreiseweg, wodurch es mir nicht möglich war, parallel zu arbeiten. Da wir in den Unterrichtseinheiten sehr gut vorangekommen sind, hatten wir manchmal die Möglichkeit, donnerstagabends heimzureisen, um freitags und samstags angefallene Arbeiten im Betrieb erledigen zu können.

Wie haben Sie das finanziert?

Die Kosten für den Meisterkurs wurden vom Betrieb übernommen.

Christoph Pfündner, Meister im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk, in seinem Lager mit einem Rollladen im Arm.
Christoph Pfündner

Christoph Pfündner ist 27 Jahre alt, wohnt in Mellingen und ist dort bei Rollma beschäftigt. Sein Lieblingswerkzeug ist der Akkuschrauber.

An welchen Moment während der Meisterausbildung erinnern Sie sich gerne zurück?

Ich erinnere mich gerne an die zahlreichen Ausflüge zu den großen Unternehmen unserer Branche zurück. Dadurch haben wir exklusive Einblicke bekommen und spannende Vorträge von Spezialisten erhalten. Natürlich durfte da ein unterhaltsames Abendprogramm mit den Kollegen nicht fehlen.

Wo werden Sie den Meisterbrief aufhängen?

Den Meisterbrief werde ich im Büro aufhängen.

Was schätzen Sie an Ihrem Beruf am meisten?

Die Vielseitigkeit schätze ich am meisten. Neben dem persönlichen Kontakt zum Kunden hat man im Arbeitsalltag durch komplexe Aufmaße, Montagen und Reparaturen anspruchsvolle handwerkliche Herausforderungen zu meistern. Zudem gibt es noch die administrative Arbeit im Büro, die auch sehr abwechslungsreich und schnelllebig ist.

War der Beruf ein Kindheitstraum?

Ich hatte von klein auf viele Berührungspunkte mit dem Beruf, weshalb mir früh klar war, dass ich in unserem Familienbetrieb tätig werden möchte.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben damit begonnen, unsere Produktion zu vergrößern und auszubauen. Außerdem werden wir uns jetzt mit der Unternehmensübergabe beschäftigen.



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