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Ehrenamt(lich) im Handwerk - Folge 1

Michael Schreiner: Es macht Spaß, etwas zu bewegen!

Ein Ehrenamt oder sogar mehrere  – noch neben dem anstrengenden Beruf? Als Selbstständiger hat man eigentlich genug zu tun, das wissen alle, die einen eigenen Betrieb haben. Doch es gibt viele, die trotz allem noch die Zeit und Motivation finden, für die Branche und somit zum Wohle ihrer  Berufskollegen ehrenamtlich tätig zu sein: in Gremien der Handwerkerschaft und der Kammer oder in deren unterschiedlichen Ausschüssen. "Etwas bewegen können" nennen sie als Grund für ihr Engagement, das ihnen sowohl zeitlich als auch inhaltlich einiges abverlangt. Zudem können Kontakte geknüpft und gepflegt werden, untereinander wie auch zur Politik – und somit wird einiges erreicht.

Wir stellen Beispiele engagierter Handwerksmeister und –meisterinnen vor, die den Aufwand nicht scheuen und überzeugt davon sind, dass er sich lohnt.

Michael Schreiner, Jahrgang 1968, seit 2005 Obermeister der Innung Elektro- und Informationstechnik Wiesbaden-Rheingau-Taunus, übt nicht nur dieses eine Ehrenamt aus. Zudem ist er seit 2012  stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus, Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Wiesbaden und bereits seit 20 Jahren Mitglied im Vorstand des Landesverbands Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz sowie Mitglied im Lenkungsausschuss Kommunikation der Arge Medien im Zentralverband des Elektrohandwerks.

Wie viel Zeit steckt er in diese nebenberuflichen Tätigkeiten?

"Das ist schwer zu schätzen – unregelmäßig zwei bis vier Stunden pro Woche, würde ich sagen, dazu  kommen diverse Tagungen", sagt Schreiner. Dennoch glaubt er, dass sich die investierte Zeit lohnt. "Es macht Spaß, etwas zu bewegen", sagt er als erstes. Gemeinsam mit dem jeweiligen Vorstand vertritt er die Interessen des Handwerks, kann frühzeitig Informationen an Mitgliedsbetriebe der Innung und der Kreishandwerkerschaft weitergeben.

Austausch und Lobbyarbeit

Nicht zuletzt geht es natürlich um den Austausch unter Kollegen – auch oder gerade bei geselligen Veranstaltungen, nennt Schreiner als weiteren Vorteil seiner Arbeit.  Außerdem ist natürlich auch die Lobbyarbeit für seinen Beruf ein wichtiger Bestandteil des Engagements. Der Kontakt zur lokalen Politik wird seitens der Kreishandwerkerschaft und der Handwerkskammer gepflegt und ist wichtig. "Ich glaube, man kann sagen, dass auch die Politik die Möglichkeit gerne nutzt, diverse Projekte vorab mit dem Handwerk zu diskutieren." Auch die Organisation von Veranstaltungen und besonderen Aktionen ist für Michael Schreiner ein großes  Anliegen. Als Beispiele nennt er  den jährlich stattfindenden Tag des Elektrohandwerks, der dieses Jahr am 10. März im BTZ II, "Robert-Werner-Haus", der Handwerkskammer stattfand. Über  40 Hersteller hatten sich daran beteiligt.  Eine weitere Aktion ist der "Praktikum-Triathlon" der Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus in den Sommerferien, bei dem junge Menschen testen können, welcher Handwerksberuf für sie in Frage kommen könnte.  Auch die Aktion "FAIRWORK im Handwerk",  geschützte Marke der Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus, nennt Michael Schreiner als sinnvolle Aktivität, für die es sich lohne, sich zu engagieren. Die Firmen, die das Zertifikat für faire Arbeit im Handwerk bekommen und somit das entsprechende Siegel führen dürfen, distanzieren sich klar von schlechten Arbeitsbedingungen, von Schwarzarbeit und unlauteren Methoden im Handwerk. Die Handwerksbetriebe, die soziale Verantwortung praktizieren, sollen als solche auch eindeutig erkannt werden. Dazu dient das Siegel "FAIRWORK im Handwerk", das die Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus auf ihrer Jahreshauptversammlung im November 2014 vorgestellt hat.

Michael Schreiner Portrait
M. Schreiner

me. Michael Schreiner

www.schreinerelektroanlagen.de

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Dirk Kornau M.A.

Abteilungsleiter Kommunikation und Veranstaltungen

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