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Ehrenamt(lich) im Handwerk - Folge 3

Ralf Lenz: Regionale Vertretung für den Berufsstand ist wichtig

Ein Ehrenamt oder sogar mehrere  – noch neben dem anstrengenden Beruf? Als Selbstständiger hat man eigentlich genug zu tun. Das wissen alle, die einen eigenen Betrieb haben. Doch es gibt viele, die trotz allem noch die Zeit und Motivation finden, für ihre Branche und somit zum Wohle ihrer  Berufskollegen ehrenamtlich tätig zu sein, in Gremien der Handwerkerschaft und der Kammer oder in deren unterschiedlichen Ausschüssen. "Etwas bewegen können" nennen sie als Grund für ihr Engagement, das ihnen sowohl zeitlich als auch inhaltlich einiges abverlangt. Zudem können Kontakte geknüpft und gepflegt werden, untereinander wie auch zur Politik. Und auf diese Weise wird einiges erreicht.

Wir stellen Beispiele engagierter Handwerksmeister und –meisterinnen vor, die den Aufwand nicht scheuen und überzeugt davon sind, dass er sich lohnt.

Ralf Lenz ist selbstständiger Schreinermeister in Heidenrod-Zorn. Er hat 1996 den Betrieb von seinem Vater übernommen. Seitdem ist er auch bereits Mitglied im Vorstand der Schreinerinnung Wiesbaden-Rheingau-Taunus, zuerst  als Beisitzer, dann als stellvertretender Obermeister und ab dem Jahr 2004  als Obermeister.

Regionale Vertretung für den Berufsstand ist wichtig

Das sind aber nicht seine einzigen Ehrenämter. Lenz ist Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Wiesbaden und der Vertreter der Schreinerinnung beim Landesfachverband. "Vor einigen Jahren wurde ich dann in unserer Kreishandwerkerschaft zum stellvertretenden  Kreishandwerksmeister gewählt", berichtet Lenz. Für ihn ist solch ein Engagement eine Selbstverständlichkeit: "Ich bin schon als Jugendlicher mit meinem Vater zu Innungsveranstaltungen gefahren und habe mich schon immer für die Innungsarbeit interessiert. Ich finde es einfach wichtig, dass unser Berufsstand eine vernünftige regionale Vertretung hat und auch in den übergeordneten Gremien wie Landesfachverband und Bundesverband mitwirkt."

Das Ehrenamt ist dem 54-Jährigen auch sonst nicht fremd. Er war neben seinen berufsbezogenen Ehrenämtern auch lange Jahre anderweitig engagiert: im Jugendclub bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sport- und im Kerbeverein. Er hält dieses Engagement für sinnvoll und wichtig, auch wenn er sagt:  "Die Arbeit beim Ehrenamt des Handwerks nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ich schätze, dass ich im Schnitt vier bis fünf Stunden wöchentlich dafür aufbringe."

Doch er tut es gerne und sieht Erfolge. "Unser Innungsvorstand trifft Vereinbarungen für unsere Betriebe und organisiert Veranstaltungen, sowohl fachlicher als auch geselliger Art. Die Vorstandsarbeit macht mir viel Freude, da wir schon lange zusammen sind und in einer kameradschaftlichen Atmosphäre zusammenarbeiten."

Manches bereitet dem engagierten Handwerksmeister auch Kopfzerbrechen. "Der Staat macht den kleinen, mittelständischen Betrieben mit seinem Regulierungsbestreben das Arbeitsleben oft schwer. Wir sind überwiegend am Verwalten und nicht am sinnvollen Arbeiten." Trotz allem meint Lenz, dass es sich auf jeden Fall lohnt, für das Handwerk aktiv zu sein. "Würde es die Innungen und damit die Verbände als übergeordnete Institutionen nicht geben,  hätten unsere Betriebe viele Informationen nicht und das Handwerk könnte auch keinen Einfluss auf manche Entscheidungen nehmen."

Ralf Lenz
Kira Jacobi

me. Ralf Lenz

www.schreinerei-lenz.de

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Dirk Kornau M.A.

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