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Kevin Schwarz

Gut gerüstet für die Zukunft

Handwerk aus Leidenschaft: Um im Gerüstbau erfolgreich zu sein, kommt es nicht nur auf Muckis an.

"Clever, kreativ und wetterfest" lautet die Devise von Gerüstbauermeister Kevin Schwarz aus Erlensee



Die Entscheidung, Gerüstbauer zu werden, war für Kevin Schwarz gar nicht so einfach. Da war zum einen der Vater, selber Gerüstbauermeister, der immer predigte "Junge, mach was Anderes als ich. Mach dir nicht die Knochen kaputt". Zum anderen gebe es in der Gesellschaft viele Vorurteile gegenüber den Eigenschaften, die es zur Ausübung dieses Handwerks brauche. "Stark, dumm, wasserdicht" wäre eines davon. Darüber hinaus sei es eine Tatsache, dass das Gerüstbauerhandwerk eine fordernde, körperliche Tätigkeit wäre und man bei Wind und Wetter im Freien im Einsatz sei. Dennoch hat sich Kevin Schwarz von seinem Ziel nicht abbringen lassen, den Beruf des Gerüstbauers zu erlernen und umzukrempeln. Auch wenn das Gewerk seiner Wahl nichts für "Zimperliche" sei, so wisse er doch um die Besonderheiten des Handwerks – und wieso es sich lohnt, in diesem Handwerk Fußzufassen.

Entgegen vieler Vorurteile

Wenn Kevin Schwarz ein Adjektiv wählen müsste, um sein Handwerk zu beschreiben, dann würde er sich für "kreativ" entscheiden. "Jedes Gerüst ist eine individuelle Maßanfertigung. Das erfordert einiges an Kreativität sowie die Fähigkeit, um die Ecke denken zu können", erklärt der Gerüstbauermeister. Auch wenn die Arbeit anstrengend sei und insbesondere im Winter das Metall der Gerüste extrem kalt und im Sommer fast unerträglich heiß wäre, so würden diese Gegebenheiten im Schatten eines einzigartigen Empfindens stehen: Pünktlich zum Feierabend ist der Kopf frei und der Körper ausgelastet. Ein gutes Gefühl, wenn es nach dem 32-Jährigen geht. Zwar könne aus gesundheitlichen Gründen nicht jeder diesen Job bis zum Renteneintrittsalter ausüben, doch auch dafür hat der Handwerksmeister eine Lösung gefunden.



Warum es sich lohnt, Gerüstbauer zu werden

Seine Mitarbeiter sollen es gut bei ihm haben. Das ist für Kevin Schwarz das oberste Gebot. Wer es körperlich nicht schaffe, bis zur Rente Gerüste zu stellen, soll nach Möglichkeit die Chance bekommen, innerhalb des Unternehmens seine Stärken und Erfahrungen in einer anderen Position einbringen zu können. Er findet es ausgesprochen wichtig, seinen Mitarbeitern eine berufliche Perspektive zu bieten und damit berufliche Sicherheit geben zu können – und somit die Chance, in seinem Betrieb "alt zu werden". Ebenso sieht er darin einen tollen Anreiz für junge Leute, in seinem Betrieb eine Ausbildung zu beginnen, denn: es ist ein Job mit Zukunft. Darüber hinaus ist Schwarz davon überzeugt, die Entscheidung, Gerüstbauer zu werden, sei eine gute. "Der Markt mit Betriebswirtschaftlern ist gesättigt. Aber Gerüstbauer werden mehr denn je gesucht", so der Handwerksmeister. Bevor er sich dazu entschloss, ins Handwerk zu gehen, habe er eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Nachdem er zwei Jahre im Gerüstbauunternehmen seines Vaters gearbeitet und anschließend die Meisterprüfung absolviert hat, übergab der Seniorchef die Gerüstbau Schwarz GmbH in Erlensee 2017 in die Hände der zweiten Generation. Schwarz hat mittlerweile 15 Mitarbeiter und einen Lehrling. Mit drei LKW, zwei Transportern und rund 35.000 Quadratmetern Gerüst haben sie sich als Team der Aufgabe verschrieben, Kunden, die etwas an ihrem Haus renovieren oder neu bauen möchten, die Arbeit zu erleichtern. Dabei gehe es insbesondere um das Gewährleisten eines sicheren Zugangs zu den entsprechenden Stellen, an denen Arbeitsvorgänge durch andere Gewerke ausgeführt werden sollen. Darin liege für Schwarz auch das Schöne am Gerüstbauerhandwerk begründet: "Ohne uns geht es nicht und wir sorgen vor Ort zusätzlich für Sicherheit. Das macht uns sehr stolz".

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