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Jürgen Knöss

"Mich dem Schutz alter Werte zu widmen, erscheint mir eine soziale Aufgabe zu sein"

Denkmalpflege im Handwerk (7): Jürgen Knöss, Knöss Restaurierungen in der Denkmalpflege in Grebenhain

Handwerksbetriebe, die sich in der Denkmalpflege engagieren, tragen durch den Erhalt des kulturellen Erbes auch zur Stärkung des historischen Gedächtnisses unserer Gesellschaft bei. Diese Botschaft zu transportieren ist das Ziel des "Klaus-Repp-Preises für Denkmalpflege im Handwerk", der im Jahr 2020 erstmalig ausgeschrieben wurde. Warum die Denkmalpflege im Handwerk so wichtig ist, darüber berichten die Wettbewerbsteilnehmer des Preises in einem kurzen Interview.



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Jürgen Knöss

1. Welche denkmalpflegerischen Dienstleistungen bietet Ihr Betrieb an?

Das Leistungsspektrum meines Betriebes bezieht sich seit 1996 ausschließlich auf die Sanierung historischer Holzkonstruktionen.

2. Wie sind Sie zur Denkmalpflege gekommen?

Seit dem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker für Denkmalpflege und Altbauerneuerung mit dem Schwerpunkt Holz in Detmold widme ich mich der Instandsetzung historischer Holzkonstruktionen.

3. Denkmalpflege ist für mich...

…Berufung und Erfüllung. Mich dem Schutz alter Werte zu widmen, erscheint mir eine soziale Aufgabe zu sein, denn wir befinden uns in einer Zeit, in der meist nur das Neue, und damit vermeintliche Bessere, Wertschätzung erfährt. Das Bewusstsein auf die oft hohe bauphysikalische und baubiologische Wertigkeit der historischen Baumaterialien, und damit auch auf den wirtschaftlich sinnvollen Erhalt der alten Bausubstanz, zu lenken, hat für mich zudem gerade in Zeiten des Klimawandels und der Ressourcenverschwendung eine große gesellschaftliche Bedeutung.

4. Haben Sie ein "Lieblingsobjekt"?

Mein Lieblingsobjekt in 25 Jahren Sanierungstätigkeit ist die Basilika auf dem Schiffenberg. Hier ist es uns in geradezu vorbildlicher Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen am Bauablauf Beteiligten gelungen, in den denkmalpflegerisch höchst wertvollen romanischen Gebäudeteilen eine ausschließlich erhaltende, und in den barocken Bereichen eine schonende, additive Sanierung mittels reinen Holz- in Holz-Verbindungen umzusetzen. So fügen sich die Reparaturen äußerst harmonisch ins Gesamtbild der historischen Dachkonstruktionen ein.

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Maja Ebertshäuser B.A.

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